14. August 2015

Der Überfall im Pfarrhause zu Reelkirchen in der Neujahrsnacht 1799/1800

Der letzte Abend des Jahres 1799 ging zur Neige. Gegen 9 Uhr ging der Pastor Heinrich Schönfeld, damals ein Mann von 37 Jahren, von seiner Arbeitsstube, die im oberen Stock des Hauses lag noch einmal hinunter in die Wohnstube, wo seine Mutter, eine 16jährige Verwandte, die Dienstmagd, der Knecht Heinrich und ein 15jähriger Junge beisammen waren und sich gerade anschickten, zu Bett zu gehen.
11. Juli 2015

Der Schaumburgsche Krug in Blomberg

Wir schreiben den 16. August-1819. In der wackeren Stadt Blomberg geht es hoch her. Der Jahrmarktstrubel des Laurentiusmarktes hat von nah und fern alles herbeigelockt, was Beine hat. Der Kram- und Viehmarkt war in der Zeit ohne Eisenbahn- und Kraftverkehr von großer Bedeutung. Auch Marktbesucher, welche aus dem Ausland, d.h. Rinteln oder Hameln gekommen waren, haben sich Schweine auf dem berühmten Blomberger Markt gekauft.
29. Juni 2015

Totschlag im Felde bei Borkhausen

Vorbemerkung: Infolge der Erbauseinandersetzungen zwischen den gräflichen Häusern Detmold und Alverdissen-Schaumburg wurden die Bückeburger 1737 in den Besitz der Ämter Barntrup, Blomberg, Brake und Schieder gesetzt. Während Brake 1743 und Barntrup 1748 an Detmold zurückfielen, blieb Schieder bis 1789, Blomberg bis in die 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts bückeburgisch.
16. Februar 2015

Die ehemalige Kapelle in Großenmarpe

Sie verfiel etwa im Jahre 1906 dem Abbruch, als Opfer einer Zeitanschauung, die der Bedeutung alter Baudenkmäler für Volkstum, Geschichte und Landschaft noch ohne das richtige Verständnis gegenüberstand. Ohne zwingende Notwendigkeit wurde sie nachdem sie Generationen als Andachtsstätte gedient hatte, beseitigt.
27. Januar 2015

Aus dem Tagebuch eines Blomberger Lehrers (1813-1871)

Bücher sollte man wohl verschenken, aber möglichst selten verleihen, denn allzuoft wird ein verliehenes Buch als „Geschenk“ betrachtet und findet dann nicht so leicht von selbst zu seinem Besitzer zurück. Das Buch, von dem hier berichtet werden soll, brauchte 40 Jahre, um zu seiner Besitzerin, Fräulein Lucie Textor in Blomberg, überraschend doch noch zu­rückzukehren.
31. Dezember 2014

DER LEHNSTAG UNTER DER LINDE ZU BLOMBERG UND SEINE ÖRTLICHKEIT

Die Everstein’sche Fehde war vorüber. Die Friedensschlüsse von 1408 1409 hatten für die Herrschaft von Lippe das Ende der furchtbaren Verheerungen und Brandschatzungen gebracht. Edelherr Simon III. zur Lippe wurde gezwungen, wertvolle Bestandteile seiner Herrschaft zu versetzen. Ämter wie Enger und Quernheim, das halbe Dorf Ufflen, reiche Höfe, Mühlen und andere Besitzungen und Einkünfte wurden verpfändet. Simon überlebte den Schlag nicht lange. Nach seinem Tode trat Bernhard VI. eine traurige Erbschaft an. Die Verpfändungen nahmen ihren Fortgang. Doch scheint er [...]

31. Dezember 2014

Der Blomberger Feuerteich

Innerhalb der weiten Kurve, mit der die Bundesstraße 1 beim Forsthaus Blomberg zur Gaffel hinaufführt, liegt nur 100 m vom flitzendem Verkehr — versteckt hinter Gebüsch und Bäumen — ein klarer Teich von rd. 40X50 m Größe, der eng verbunden mit Blombergs Stadtgeschichte von jeher den Namen „Feuerteich“ gehabt hat. - See more at: http://heimat.lippe-owl.de/blomberg/#sthash.crRgGzGD.dpuf
17. September 2013

Blomberg im Mittelalter

Lebensbild einer lippischen Stadt anno 1283

Den historischen Hintergrund  kann man kurz durch den Hinweis skizzieren, daß in Deutschland im Jahre 1273 die „kaiserlose schreckliche Zeit“ durch die Wahl Rudolfs von Habsburg zum König beendet wurde. Er hat bis zu seinem Tode 1291 die deutsche Kaiserkrone nur deshalb nicht bekommen, weil er es mit dem Papst nicht konnte. Dieses Amt hatte von 1280 — 1285 Martin IV. inne, ein früherer Kanzler des französischen Königs, von dem man sagt, er hätte am [...]

21. August 2013

Eine hebräische Hausinschrift in Großenmarpe

Vor einigen Jahren wurde durch Zufall eine hebräische Hausinschrift an der Giebelwand eines alten Fachwerkbaues in Großenmarpe entdeckt. Eine Seltenheit unter den lippischen Inschriften! Als der jetzige Besitzer dieses Hauses das alte Gebäude, einen Dreiständer aus dem Jahre 1685, abbrechen ließ, wurden an einer Stelle, wo der Putz abgebröckelt war, unbekannte Schriftzeichen....
3. August 2013

Der Krug zu Donop

Die heute von lebhaftem Verkehr berührte und sich durch neue Siedlungen mächtig ausweitende Ortschaft Kirchdonop bestand vor drei oder vier Jahrhunderten nur aus wenigen sich um die ehrwürdige Kirche gruppierenden Hausstätten. Es waren die Häuser für den Pfarrer, Küster, Krüger und die Gebäude kleiner Landwirte und Handwerker.
20. März 2013

Die Geschichte der Blomberger Burg

Der 15. Februar 1962 wird ein bemerkenswertes Datum in der Geschichte der Stadt Blomberg bleiben. An diesem Tage ist die ehrwürdige Blomberger Burg, die bis dahin Bückeburger Eigentum war, in den Besitz der Stadt übergegangen. Es ist freudig zu begrüßen, dass die darüber seit einiger Zeit geführten Verhandlungen zu einem Erfolge geführt haben und dass diese Ur- und Keimzelle der heutigen Stadt nach zweihundertjähriger „Fremdherrschaft" ihre „Wiedervereinigung" erlebt.
20. März 2013

Die ehemalige Klosterkriche zu Blomberg

Im Seligen Winkel zu Blomberg steht seit nunmehr fast 500 Jahren die ehemalige Klosterkirche zum Heiligen Leichnam, heute Pfarrkirche der Reformierten Gemeinde, die im Jahre 1477 vom Paderborner Weihbischof Johannes Ymmink, Episcopus Thefelicensis, geweiht wurde. Das Blomberger Kloster war eine Gründung der Augustinerchorherren aus Möllenbeck, die im Jahre 1468 vom Edelherrn Bernhard VII herbeigerufen worden waren, um eine Gedächtnisstätte zu Ehren des Heiligen Leichnams Christi zu errichten und die aus allen Teilen der Welt zahlreich herbeiströmenden Pilger geistlich zu betreuen, [...]

20. März 2013

Das Blomberger Amthaus von 1572

An der Südwestecke des Pideritplatzes, dort wo die schmale Zuwegung zur Burg mit ihrem holprigen Kopfsteinpflaster beginnt, liegt das sogenannte Amtshaus, das eigentlich richtiger Amtmannshaus heißen müsste. Denn hier wohnten seit der Erbauung des Hauses im Jahre 1572 die herrschaftlichen Verwalter des Amtes Blomberg mit ihren Familien.
20. März 2013

Auswandererschicksale in Amerika

Vor einiger Zeit erhielt ich einen Stoß alter Briefe, der sich im Nachlass einer alten Frau gefunden und den die Angehörigen zur Verfügung gestellt hatten. Auswanderer, Amerikafahrer aus dem kleinen Ort Graben, Gemeinde Eschenbruch, haben einst diese Briefe geschrieben, und ihre Schicksale sind für viele lippische Auswanderer typisch gewesen.
20. März 2013

Kirche, Linde und Alter Krug zu Reelkirchen

Der Blick auf den ehrwürdigen Friedhof von Reelkirchen — wie er sich auf dem Titelbild dem Beschauer darbietet — erfreut seit vielen Jahrhunderten in jedem Frühling von neuem Einheimische und Auswärtige. Hat die Kirche seit ihrem Bestehen auch einige Male Gestalt und Form verändert, sind Stamm und Äste der tausendjährigen Linde umfangreicher und knorriger im Zeitenlauf geworden....