25. September 2017

Die Mordkuhle

Ein junges Mädchen entlarvt eine Räuberbande

Als der diesseitige Teil des lippischen Landes schon in kultureller Blüte stand, war die Senne noch öde und leer. Die Wegeverhältnisse waren die denkbar traurigsten, und nur die Handelskarawanen die Paderborn, Lippstadt und Bielefeld zustrebten, benützten die grundlosen und in ihrer Breite kaum zu übersehenden Wege. Räuberbanden trieben ihr Unwesen. In der Dörenschlucht lag nur der Dörenkrug, der auch, wie geschichtskundig feststeht, eine unsichere Bleibe war.

Wo die Landstraße von Detmold nach Lopshorn die Höhe des [...]

2. September 2017

Der Valepagenhof im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold

Mit der Übergabe des ersten Bauabschnittes des Paderborner Dorfes im Westfälischen Freilichtmuseum am 13. Juli 1981 konnte mit dem Valepagenhof aus Dorfbauernschaft / Delbrück auch eines der bedeutendsten ländlichen Bauwerke Westfalens der Öffentlichkeit zurückgegeben werden. Die großartige, reich geschnitzte Renaissancefassade von 1577 erregte schon im ausgehenden 19.Jh. das Interesse des Provinzialkonservators A. Ludorff, obwohl Bauernhäusern damals von Seiten der Denkmalpflege kaum Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Als besonders charakteristisches Bauwerk in Westfalen wurde es 1906 in das umfangreiche Tafelwerk der Deutschen Architekten- . und Ingenieur- Vereine aufgenommen.
23. August 2016

Vom Kohlpott bis Lopshorn

Maimorgen mit Buchfinkengeschmetter und Lerchengetriller. Eine erquickende Brise hat sich erhoben, schaukelt sanft die frischgrünen Buchenwipfel und macht, daß das zahllose Heer der Roggenhälmchen eine aufgeregte Unterhaltung beginnt.

Jetzt aber, da ich, von Norden kommend, ins Werretal zum Dorf und Bahnhof Nienhagen hinabschreite, verlassen mich Buchenwipfel und Roggenhalme. Unvermittel bin ich vom Lehm- auf den Sandboden geraten. Eine neue Vegetation umgibt mich: Fichten und Kiefern und zwischen dem dunklen Grün leuchtete bisweilen ein Birkenstämmchen auf.

Da ist der „Kohlpott“, wo nach den bemerkenswerten [...]

15. März 2016

Die Detmolder Kriegstage 1945

Tagebuchnotizen von Bernhard Ebert1Dr.Bernhard Ebert, * 2.3.1882 in Bremen, + 8.2.1958 in Detmold, lebte seit 1893 in Detmold und war bis zu seiner Pensionierung als Richter tätig, zuletzt als Oberamtsrichter am Amtsgericht. Er bewohnte 1945 das Haus Allee Nr.5. Die handschriftlichen Tagebuchnotizen sind in einem 16seitigen DIN A 5-Heft niedergeschrieben; sie befinden sich im Besitz seiner Tochter, Frau Hedwig Eisenhardt geb.Ebert, die das Manuskript zusammen mit den folgenden Erläuterungen freundlicherweise für die Veröffentlichung zur Verfügung stellte. bearbeitet von Hermann Niebuhr“‚

Nachdem die [...]

2. September 2015

Der Wunderdoktor von Distelbruch

Es war im Jahre 1796. Der Schrecken der französischen Staatsumwälzung war in der Tagesunterhaltung gerade abgetan. Das philosophische Zeitalter Kants und anderes mehr über Fortschritte und Erkenntnisse einer eben begonnenen aufklärenden Epoche wurde heftig besprochen, da setzte im Lande der Rose nach unserem ach, so stillen, friedlichen Diestelbruch am Leistruper ...
11. August 2015

Heimatbesucher

Wer es kann, wird sicher einmal wieder in das Land der Kindheit zurückkehren. Einmal nur laß mich atmen noch die Luft im Heimatlande, das ist der Wunsch fast aller Auswanderer der ersten Generation. Was für ein Glück das sein muß! Die Freude der Frommen in Jerusalem oder Rom oder Mekka kann nicht herrlicher sein!
9. August 2015

Das Geheimnis der schwarzen Frau vor dem Schlinge

Noch heute weiß der Volksmund im Ortsteil Schling der Gemeinde Heiligenkirchen von dem Erscheinen einer „weißen Frau“ in früheren Zeiten zu berichten. Was ist an dieser Erzählung wahr, und wie verhielt es sich mit dieser geheimnisvollen Frau? Wir erfahren näheres darüber im sogenannten „Lippischen Magazin für vaterländische Cultur und Gemeinwohl“ vom Jahre 1837
17. Juli 2015

Der Ursprung der Stadt Detmold

Über den Ursprung der Stadt Detmold fehlen alle Nachrichten. Doch lassen sich auch aus der Lage der Stadt und seiner Umgebung manche Rückschlüsse ziehen. Die Stadt Detmold liegt auf einer Schotterablagerung, welche durch die ins Werretal gespülten Kiesmassen gebildet wurde. Die höchsten Punkte dieses Inselrückens nehmen der Garten der Generalsuperintendentur und die Kirche auf dem früheren Kirchhof ein.
7. Juni 2015

Das westfälische Freilichtmuseum bäuerlicher Kulturdenkmale in Detmold

Nach dem innermünsterländischen Gräftenhof, dem Mindener Hof, dem osnabrückischen Wiehengebirgshof, dem Doppelheuerhaus und dem Tecklenburger Kötterhaus ist im letzten Jahre der lippische Meierhof im Freilichtmuseum fertiggestellt und zur Besichtigung freigegeben worden. Das ist ein willkommener Anlaß, sich an die Geschichte des Museumsgeländes zu erinnern, das zu einem großen Teil bis zum 17. Jh. zu einem lippischen Meierhof gehört hat.
29. April 2015

Viktoria – Eine Liebesgeschichte aus der Jugendzeit der Fürstin Pauline

„Wir müssen uns eilen“, sagt der Erbprinz von Anhalt-Bernburg zu seiner Schwester und gibt seinem Pferde die Sporen. „Du weißt, in zwei Stunden trifft Tante Sophie mit deiner neuen Spielgefährtin, Kusine Victoria, ein. Vater kann sehr ungehalten werden, wenn wir nicht pünktlich sind“.
25. Februar 2015

Wo lag das älteste Detmold?

Die erste Erwähnung Detmolds geschieht anläßlich der Schlacht gegen die Sachsen im Jahre 783 im Raum von Detmold — in loco, qui Theotmalli vocatur — am Osninggebirge. Der Schlachtort — der Ort welcher Theotmalli genannt wird — kann sich daher wohl kaum auf den Raum einer kleinen Siedlung erstreckt haben. Vielmehr dürfte es sich wohl um das Gebiet des Gerichtssprengels, also den Gau Theotmalli, handeln. Auch bei Lemgo ist ja der Name des Gaues — Limego — auf die darin [...]

20. August 2014

Das Jagdschloss Lopshorn und das Sennergestüt

Im „Heimatland Lippe", der Zeitschrift des Lippischen Heimatbundes, sollen Stätten der Erinnerung aus dem Räume des einstigen Landes Lippe, die nicht mehr sind, wieder aufleben. Da darf Lopshorn, das Lust- und Jagdschloss der lippischen Grafen und Fürsten, nicht fehlen. Verknüpfen sich doch für viele, recht viele der noch lebenden Lipper Erinnerungen damit, die nicht auszulöschen sind....
17. Juli 2014

Detmolds alte Wassermühlen

Der schöne Kupferstich von „Detmolden“, den Matthaeus Merian im Jahre 1647 in seiner „Topographie Westphaliae. Das ist Beschreibung der Vornehmbsten und bekantisten Städte und Plätz im Hochlöbl. Westphälischen Creiße“ veröffentlichte, zeigt eine Gesamtansicht der Residenz von Westen. Deutlich hebt sich zwischen dem Lemgoer Tor (links) und dem Hornschen Tor (rechts) der Schloßbezirk von der mauerumringten Stadt ab, während außerhalb dieses Bereiches im Gelände des Bruches mit seinem Baum- und Hedtenbewuchs drei Bauten (im Vordergründe links) zu sehen sind: die „obere [...]

21. August 2013

Das Freilichtmuseum Detmold ein Jahr vor der Eröffnung

Bereits im Jahre 1962 faßte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe den Beschluß, auf einem 80 ha großen Gelände am Königsberg zwischen Detmold und Heiligenkirchen ein zentrales Freilichtmuseum bäuerlicher Kulturdenkmale zu errichten. Das landschaftlich großartige, morphologisch vielgestaltige Gelände wurde auf Grund eines Erbbauvertrages vom Landesverband Lippe ....
5. August 2013

Tausend Jahre Heiligenkirchen

Die Kenntnis der Geschichte des Heimatraumes bindet den Menschen fester an ihn und zeigt ihm seinen Wert. Der Lippische Heimatbund betrachtet es daher als eine vordringliche Aufgabe, daß die geschichtliche Entwicklung der lippischen Höfe, Dörfer und Städte unserer heimischen Bevölkerung dargeboten wird.
2. August 2013

121 Military Governement Detmold

Dieser Rückblick in die Zeit der Militärherrschaft nach  furchtba­rem  Kriegselend  mag  als Teil meiner Erinnerungen gelten, die ich  noch  schreiben  möchte. – Von Heinrich Drake

Am 5. April 1945 in den Abendstunden ließen in Detmold zuerst die amerikanischen, hinterher auch die britischen Truppen ihre Flagge sehen. Wir waren auf alles gefaßt. Denn der Krieg war zu einer unerhörten Härte und Erbarmungslosigkeit gediehen. Was ich noch selber bei mehrwöchiger Schanzarbeit in Holland erleben mußte, war so, daß ich nur mit Schwermut an [...]

30. Juli 2013

Der Thronfolgestreit im Fürstentum Lippe

Als Simon VI. Graf zur Lippe am 8.12.1613 stirbt, hat er sein Testament so verfaßt, daß 4 lippische Linien entstehen: Lippe-Detmold, Lippe-Brake (diese Linie erlischt 1709, der Besitz fällt der Linie Lippe-Detmold zu), Lippe-Schwalenberg (der Erbe stirbt 1620 kinderlos, Schwalenberg fällt an Detmold und Schieder an Brake) und Lippe-Alverdissen (diese Linie erbt durch Einheirat die Grafschaft Schaumburg, heute das Fürstentum Schaumburg-Lippe).
25. Juli 2013

Das ehemalige Rittergut Braunenbruch in Detmold

Im Jahre 1348 gab der Edelherr Otto zur Lippe (diesseits des Waldes, 1344-1360) dem Detmolder Burgmannen „Alrad der Schwarze" (1306-1350) die Zustimmung zur Errichtung eines Hauses und einer „Vestene" auf einem Walle, genannt der „freie Winkel" bei Odermissen.
18. Juli 2013

Die Straßenbahn von Detmold nach Paderborn

Sowohl in Paderborn wie auch in Detmold existierten seit 1900 Straßenbahnlinien. Sie dienten in erster Linie der Anbindung des Umlandes an die städtischen Zentren und an die überregionalen Eisenbahnen, weniger dem innerstädtischen Verkehr.
13. April 2013

Das Hermannsdenkmal 1875

Die Einweihung des Hermannsdenkmals ist heute Mittag glänzend erfolgt. Den Kaiser begrüßten an 30 000 Men­schen, unter ihnen Deputationen von vielen deutschen Städten und auch aus Nordamerika. Die Ankunft des Fest­zuges auf der Grotenburg erfolgte um elf Uhr...