12. August 2015

Alt-Oerlinglausen von der Sachsenhalle bis zum Bau der Kirche

Heute wissen wir dank der Grabungsergebnisse, daß das altsächsische Urlinchuson nicht oben am Berge, sondern im Talgrund, westlich der alten Kirche, an den Landerquellen lag. Die Scherbenfunde gehören dem 5. bis 10. Jahrhundert an, die Sachsensiedlung hat somit dort 500 Jahre bis zur Vollendung der Kirche bestanden.
12. Februar 2015

Vier Nachbarhäuser in Oerlinghausen

1. Das Haus des Kommerzienrats.

Mit dem vielgelesenen Roman der Gartenlaube „Im Hause des Kommerzienrats“ hat es nichts zu tun; die Mar litt hat sich nach Oerlinghausen nicht verlaufen. Zur Zeit ist das Haus von der Besatzungsmacht noch beschlagnahmt.

Kommerzienrat Carl Weber jr. hat das Haus 1884 bauen lassen; 1898 wurde es umgebaut und erweitert. Etwa zehn Jahre später schuf Prof. Niemeyer, München, die Inneneinrichtung gänzlich neu. Es gab keine kalte Pracht im Innern, sondern jedes Wohngemach atmete Behaglichkeit und Schönheit. Man [...]

6. März 2014

Die alten Krüge der Senne

Die alten Krüge waren in der Zeit, als noch die zweirädrigen Fuhrkarren die einzigen Fahrzeuge des Überlandverkehrs waren, mehr als Dorfwirtshäuser, sie lebten hauptsächlich von der Beherbergung und Beköstigung, die sie den fremden Reisenden und Fuhrkärrnern boten, und von dem Vorspann, den sie den Fuhrwerken an steilen Wegstrecken leisteten.
21. Januar 2014

Die Hütejungen von Oerlinghausen

Noch vor wenigen Jahrzehnten waren Oerlinghausens Einwohner größtenteils Zigarrenmacher und Weber. Ihr karger Verdienst zwang sie, nach zehnstündiger Arbeitszeit auch noch Ackerbau zu treiben. Zu einer Kuh konnten sich dabei allerdings die meisten nicht emporschwingen. Das krummgehörnte Buttertier war zu teuer, außerdem fehlte es an Räumlichkeiten. Aber Ziegen wurden gehegt und gepflegt, und fast jede Familie nannte 2 bis 3 dieser geschätzten Wiederkäuer ihr eigen. Da nun die Besitzer der Ziegen anderweitig ausreichend beschäftigt waren, so mußte beim Hüten ein anderer [...]

12. September 2013

Oerlinghausen — einst und jetzt

Auf Grund eines lippischen Landesgesetzes vom 27. April 1926 wurden der damaligen Dorfgemeinde Oerlinghausen die Stadtrechte verliehen. Die Urkunde des Landespräsidiums zeigt durch ihre schlichte äußere Gestaltung, daß damals nach Krieg und Inflation noch wirtschaftliche Not herrschte. Unterschrieben wurde die Urkunde von Heinrich Drake, Max Staercke und Friedrich Geise.

Als die Nachricht von der Verleihung der Stadtrechte eintraf, da verkündeten „Böllerschüsse“ vom Tönsberg das freudige Ereignis. Zum 1. Bürgermeister wurde August Reuter gewählt. Er war seit 1919 der Ortsvorsteher der Dorfgemeinde [...]

12. August 2013

Osterfeuer auf dem Tönsberg

Wer seinen Osterspaziergang so einrichtet, daß er beim Dunkelwerden auf einer unserer Bergkuppen steht, hat fast überall in unserem Gebiete ein prächtiges Bild vor sich: Sobald es anfängt zu dämmern, leuchtet ein Feuer auf, bald folgt ein zweites, ein drittes. Und wenn wir unseren Standpunkt richtig gewählt haben, so können wir schließlich die lodernden Holzstöße kaum noch zählen. Einige dieser Feuer fallen besonders auf, das sind die Großen im Lande. Das auf dem Tönsberge bei Oerlinghausen gehört dazu. Ein alter [...]

29. Juli 2013

Oerlinghausen – Schwarzes Gold

Kohlenbergbau erbrachte keinen Gewinn

Lippes Erde ist reich an landschaftlichen Reizen, doch arm an Schätzen, die in ihrem Schöße ruhen. Heute haben sich ihre Bewohner ohne Groll mit dem zweiten Tatbestand abgefunden. In früheren Zeiten war es aber ein hochrangiges Ziel der regierenden Häupter des einst souveränen Staatsgebietes gewesen, alle vorhandenen — auch die noch so bescheidenen — Ressourcen ihres Landes zu dessen wirtschaftlichem Nutzen auszuschöpfen, — nur hatten sich ihre teilweise weitgespannten Erwartungen selten genug erfüllt. Graf Simon VI. gehörte zu [...]