Das Renaissanceschloss in Wendlinghausen

Weserrenaissance Schloss Wendlinghausen, Kreis Lippe (erbaut im Jahr 1613, Westseite)

Wirtschaftliche Voraussetzungen

Die Vorgänge, die einst zur Schaffung des Gutes Wendlinghausen führten, würden wir heute schlicht unsozial nennen, waren aber damals nichts Ungewöhnliches. In einem Bericht aus dem Landtage von Cappel wird am 26. März 1544 vermerkt:
„Item Anthonius van der Lippe ent-settede mehr dan eynen Meiger tho Wendlinghusen unde betoch dath Guth sulvest.“ Danach vertrieb Anton von der Lippe, ein natürlicher Sohn des Grafen Bernhard VII. zur Lippe, mehrere seiner dortigen Bauern (Meier) von ihren Höfen und setzt sich selber in den Besitz des Gutes Wendlinghausen.1) Dieser Vorgang war kein Einzelfall. Der Weseradel „verstand“ es nämlich um die Mitte des 16. Jahrhunderts, sich Latifundien zu schaffen, indem er Bauern durch sogenanntes „Abmeiern“ von ihren Hofstellen entfernte, wenn auch manchmal gegen Entschädigung,2) um nachher auf den derart entstandenen Gütern mittels rentablerer Bewirtschaftung höhere Erträge zu erzielen. Ob aber damals bereits ein Vorgängerbau des heutigen Schlosses bestand, wissen wir nicht. Um 1550 ist Wendlinghausen von Cordt und Johann v. Rebock an Franz v. Wendt verpfändet.3) 1566 aber fiel Wendlinghausen mitsamt „einem ganzen Güterkomplex schaumburgischer Lehen des Geschlechts der Reböcke, deren letzter Besitzer 1565 im Türkenkriege umkam, dem Kriegsobersten Hilmar v. Münchhausen (1512-1573) auf Schwöbber zu.4)
Dessen Sohn Kurt erwarb 1593 für 5000 Rtl. von den Stewenings das Gut Stumpenhagen hinzu, das an Wendlinghausen grenzte. Aber dieser unternehmungslustige Kurt übernahm sich dann, indem er das Schloss Haddenhausen bei Minden hinzukaufte und sich das Geld dafür von Mindener Bürgern zusammenborgte. Schon 1603 musste er Gut Wendlinghausen an Hilmar v. Münchhausen d. J. (1558-1617) auf Schwöbber verkaufen.5)
Auf der Grundlage des Vermögens und der Wirtschaftskraft, die sich der kaiserliche Kriegsoberst Hilmar v. Münchhausen d. Ä. durch seine Gewinne in den Feldzügen in Westeuropa und Skandinavien geschaffen hatte, und nicht zuletzt auf Grund der nach 1575 einsetzenden Getreidekonjunktur, konnte sein Sohn Hilmar der Jüngere neben seinem Bruder Statius (Bevern 1603 ff.) Großauftraggeber für das Bauwesen des Weserberglandes werden. 1602-04 lässt er den imposanten Teichflügel in Schwöbber bauen, der die schon bestehenden beiden Gebäude zur Dreiflügelanlage erweitert.6) 1613-16 folgt Schloss Wendlinghausen, mit dem Hilmar d. J. seinen Sohn Heinrich Hilmar v. Münchhausen bedachte. Hilmar d. J. wußte auch einen Käufer für das verschuldete und heruntergewirtschaftete Haddenhausen, nämlich seinen münsterländisdien Schwiegersohn Johann von dem Bussche (1570-1624), dem Mann seiner Tochter Lucia v. M., der 1610 dafür 370 000 Taler zahlte.7)
So geschah es denn, dass beide Schlossbauten Wendlinghausen und Haddenhausen, deren Bau-Vorgeschichte miteinander verknüpft waren, fast zu gleicher Zeit in dem großzügigen und zugleich schlichten Stile Münchhausenscher Bautätigkeit geschaffen wurden, die wir schon von Schloss Schwöbber her kennen. Es wird sich also im folgenden kaum vermeiden lassen, die Schlösser Schwöbber und Haddenhausen häufig zum Vergleich heranzuziehen.

Als Pfahlrostbau in einen großen Teich hineingebaut war das Schloss Wendlinghausen von vier Seiten von Wasser umgeben. So hat es auch unbeschädigt den 30jährigen Krieg überstanden. Erst 1836 schüttete man die Graft an der Eingangsfront zu. 1731 verkaufte der Sachsen-Weimarsche Oberhofmeister Ernst Friedemann v. Münchhausen Wendlinghausen an den Braunschweigisch-Lüneburgischen Amtsvogt Claus Friedrich Reden zu Uten. Seitdem gehört Wendlinghausen der Familie v. Reden.

Wendlinghausen ursprünglich eine Zweiflügelanlage?

In Haddenhausen entstand 1613-16 nach dem Vorbild eines anderen Münchhausenschlosses in Hessisch-Oldendorf (um 1536 und 1582/85) eine Zweiflügelanlage mit achteckigem Treppenturm im Binnenwinkel. Da aber der Prunkkamin im Haddenhäuser Saalflügel mit 1622 bezeichnet ist, und außerdem die Jahreszahl 1623 im Sturz des obersten Fensters des Südtraktes neben dem Treppenturm den Abschluss der Bauarbeiten anzeigt,8) kann angenommen werden, dass auch dieser Flügel erst nach 1620 hinzugefügt worden ist. Wahrscheinlich waren auch für Schloß Wendlinghausen zwei Flügel vorgesehen. Jedoch gibt es diesen zweiten Flügel offensichtlich heute nicht oder nicht mehr. Aber die Anlage des Treppenturms an der äußeren Linken des sehr langen, rechteckigen Grundrisses des Hauses £In Haddenhausen ist die Situation geradezu seitenverkehrt) lässt darauf schließen, dass auch in Wendlinghausen ein zweiter Flügel zumindest geplant war, wenn nicht sogar zeitweise bestand. Für letzteres spricht nicht nur, dass die umlaufenden Gesimse des Treppenturms auf der Seite des „nicht mehr“ vorhandenen Flügels endigen, also dort, wo dieser Flügel hatte ansetzen müssen. Im übrigen dürfte dieser zweite Trakt niedriger bzw. kleiner gewesen sein als das Wohnhaus und war vielleicht ein Fachwerkbau. Es existiert sogar eine „Carte von denen hochadeligen Guetern zu Wendlinghausen und Stumpenhagen“ von 1756, die 1791 in Clausthal kopiert worden ist.9) Auf dieser Karte ist der zweite Flügel am Grundriss des Schlosses deutlich zu erkennen. Merkwürdigerweise konnten aber im Treppenturm keine zugesetzten Türöffnungen zu einem etwaigen zweiten Flügel festgestellt werden. Dagegen wurden Türöffnungen in der Wand des Obergeschosses des Wohnhauses offensichtlich zugemauert.

Treppenturm und Auslucht

Ein mehrgeschossiges, deutsches Renaissanceschloss ohne Treppenturm kann man sich kaum vorstellen. Der Wendelstein, wie man ihn damals nannte, stand zumeist im inneren Winkel zwischen zwei Flügeln, um die Geschosse beider Trakte zugänglich zu machen. Handelte es sich aber um eine simple Einflügel anläge, ein Guts- oder Rathaus, so wurde der Treppenturm gewöhnlich ungefähr vor die Mitte der Front des Hauses gestellt wie beim Schloss Petershagen a. d. Weser (1546) oder beim Rathaus Höxter (1610 – 14), wenn man es nicht vorzog, die Wendeltreppe einfach in das Innere des Hauses zu verlegen, wie z. B. beim Mitteltrakt des Schlosses Schwöbber (1570/75).“) Man muss dabei bedenken, dass ein Treppenturmportal Hauptzugang des Hauses sein konnte. Daher dürfte der Haupteingang mit Freitreppe rechts von der Auslucht wahrscheinlich eine spätere Zutat sein. Sie ist daher aber auf der Karte von 1576 nicht zu übersehen. Da im Falle des Schlosses Wendlinghausen (aus welchem Grunde auch immer) der Wendelstein an die äußerste Linke des – Hauses gestellt wurde, kam einem Ausbau hier als Gegengewicht um so größere Bedeutung zu. Die zweigeschossige Eingangsfront des Gutshauses Wendlinghausen wird vor allem von einer Auslucht belebt, die abweichend vom Schwesterschloss Haddenhausen, wo dieser Ausbau links steht, ihren Platz rechts vom Treppenturm hat.

Schloss Wendlinghausen. Westfront des Schlosses mit Treppenturm und Auslucht. Quelle: Heimatland Lippe

Unter einer Auslucht versteht man im Gegensatz zum Erker, der von Konsolen getragen wird, einen Risalit, der vom Boden auf rechteckigem Grundriss hochgeführt wird. Im Wesergebiet ist die vorherrschende Form der Vorbauten an den Schlossbauten aber auch an Bürgerhäusern die Auslucht. Erker kommen hier verhältnismäßig selten vor. Man kann sagen: die Auslucht ist ein Lieblingskind der Weserrenaissance. Beim Bürgerhaus erweiterte die Auslucht einen dahinterliegenden Kleinraum zur Straße hin. Für den Schlossbau, insbesondere für Wendlinghausen gilt das nicht unbedingt. Die Auslucht bot aber generell (ebenso wie der Erker) für den Hausherrn die willkommene Möglichkeit zu schauen und selbst gesehen zu werden, zu „repräsentieren“ Daher ist die Auslucht auch bevorzugter Ort zur Anbringung von Schmuck. Sie bringt zudem die Tendenz zur Selbstdarstellung mit sich. Hier kann man seinen Stand etwa mit Wappen, sein Vermögen durch reiches Ornament, seine Prinzipien durch Tugenden, seine Bildung und sein Glaubensbekenntnis durch lateinische Zitate und Sprüche demonstrieren. Die Steinpfosten der dreiachsigen Auslucht des Schlosses Wendlinghausen sind daher mit zierlichen jonischen Halbsäulen versehen. Ihre Brüstung ist mit feinem, flachem Beschlagwerk- und Kerbschnittornament überzogen und zeigt in der Mitte eine Kartusche mit dem protestantischen Kernsatz in Inhialien: V.D.M.I.ET = „Verbum Domini Manet in Eternum“ (das Wort des Herrn währt in Ewigkeit). Während aber die Auslucht des Schwesterschlosses Haddenhausen von einem pompösen Aufbau in Knorpelstil bekrönt wird, schließt in Wendlinghausen die Auslucht mit einem schlichten, schwach zur Straße geneigten Dach aus Sollingplatten ab.11).

Schaugiebel und Zwerchhäuser

Beide Schlossbauten stimmen auch in der Gestaltung ihrer Hauptgiebel überein. Der Schaugiebel an der südlichen Stirnseite des Herrenhauses von Wendlinghausen ist ein Staffelgiebel mit Volutenfüllungen. Zwischen dem Obergeschoss und der ersten Giebelstaffelung ist eine Attika eingeschoben, d. h. eine niedrige Aufmauerung über dem Hauptgesims, die das Dach verdecken soll. Die Giebelfläche wird lediglich durch Gesimse und durch zwei Bänder mit flachem Beschlagwerk-Ornament sowie durch Fenster gegliedert. An den Ecken der Staffeln ragen Männerbüsten aus der Mauerstärke, die an die Bartmannsköpfe der Hämelschenburg erinnern. Auf den Staffelenden stehen Obelisken und die Voluten sind mit Kugeln besetzt. Was aber Haddenhausen nicht (oder nicht mehr) besitzt, das sind Zwerchhäuser (von Zwerch- quer, nicht Zwerg, vgl. Zwerchfell), von denen Wendlinghausen gleich drei zierliche Exemplare dieser „Dacherker“ auf jeder Traufenseite vorweisen kann, wohl in Anlehnung an die Zwerchhäuser am Teichflügel von Schwöbber. Die Giebel der Zwerchhäuser wiederholen im kleinen das Thema des Schaugiebels, und an ihnen entdecken wir jenes für die späte Weserrenaissance so typische Ornament, den Kerbschnittbossenstein.12) Aber hier sind die Zierquadern zu zählen; an jedem Zwerchhausgiebel sind es nur sechs, und nicht wie an dem fast gleichzeitig nämlich 1610 – 17 errichteten Hochzeitshaus in großer Zahl aneinandergereiht. Wollte der Bauherr sparen oder war der Adel des Ornaments bereits überdrüssig, weil sich jetzt die Bürger seiner so ausgiebig bedienten?

Der Bauherr?

Neben den Kerbschnitt-Bossensteinen kehren auch die anderen für das Schloss Schwöbber (1602 – 04) charakteristischen ornamentalen bzw. plastischen Bauteile sieben Jahre später am Schloss Wendlinghausen wieder. Nicht nur der mit 1614 bezeichnete Türaufsatz des Treppenturmportals ist mit dem zu Schwöbber (und selbstverständlich mit dem von Haddenhausen) nah verwandt, auch das damals „moderne“ Giebel-Aufsatz-Thema des Türflügels von Schwöbber, gesprengtes Giebel-Dreieck mit einer Spitzen-Konsole über geflügeltem Engelskopf, erscheint in Wendlinghausen wieder.
Die sichelförmigen Auf- und Abschweifungen der Volutenbänder gehen auf noch ältere Vorbilder an der Hämelschenburg (1590-99) und letztlich am Riekehaus in Hameln (1576 Osterstraße 12) bei Cord Tönnis zurück.13) Man stellt erstaunt fest, dass sich hier fast schon barocke Formen, wie der „gesprengte Giebel“, innig dem kryptogotischen Giebelumriss mit den zu Sicheln abgewandelten Krabben spätmittelalterlichen Wimperge verbinden. Und man kommt mit Karl Steinacker zu dem Schluss: „Es ist doch wohl derselbe unbekannte Baumeister“, der für Otto Gaul (f 1975) kein anderer gewesen sein kann als der Hamelner Eberhard Wilkening, der nachweislich das Schloß Barntrup 1584 – 89 für Anna von Canstein-Kerssenbrock erbaute.14)
Dagegen möchte Albert Neukirch diese Schlossbauten und Bürgerhäuser der späten Weserrenaissance einem anderen Hamelner Meister namens Johann Hundertossen zuweisen, der von 1603 bis zu seinem Tode 1606 am Schloss Bevern wirkte.15).
Für Otto Gaul sind aber die Schlösser Wendlinghausen und Haddenhausen „die spätesten Werke dieser Wilkeningschen Weserrenaissance“ und eV möchte „daraus das plötzliche Ende dieser mit Schloß Barntrup begonnenen Stilrichtung“ damit erklären, „daß der führende Meister in dieser Zeit 1615/16 gestorben ist.“

Schloss Wendlinghausen, Zwerchhaus der Teich­front. Man beachte das mit Sollingplatten gedeckte Dach! Quelle: Heimatland Lippe

An den Bauten dieser Gruppe, zu der auch Wendlinghausen gehört (außerdem; um nur die wichtigsten zu nennen: Barntrup 1584 – 89, Hämelschenburg 1588-99, der Teichflügel von Schwöbber 1602-04, Haddenhausen 1610-18, Bevern 1603 ff und Thedinghausen 1619 ff.) finden wir weder Meisterzeichen noch Steinmetzzeichen. Wenn man auch dieses gemeinsame „Manko“ nicht als Beweis für ein und denselben Baumeister ansehen kann, so stützt es doch die stilkritische Analyse O. Gauls. Lediglich Varenholz (1590-1600), ein Schlossbau Simons VI. zur Lippe mit Kerbschnitt-Ornament zeigt das Meisterzeichen Johann Bierbaums gleich an sechs Stellen sowie 11 Steinmetzzeichen.10) Hatte die Bauhütte sich überlebt, oder duldeten einige Bauherrn die Zeichen an ihren Häusern nicht mehr? Man könnte hier auch Wendlinghausen als weitere Ausnahme anführen: Allerdings nur wegen zwei Steinmetzzeichen an zwei nebeneinander liegenden, rötlichen zwischen andersfarbigen Profilsteinen, die als Sockelabschluss an der Eingangsfront rechts von der Freitreppe angebracht sind. Wahrscheinlich stammen aber diese Steine von einem anderen älteren Bauwerk oder einem Vorgängerbau, denn von wandernden Gesellen können sie kaum herrühren.
Albert Neukirch erschienen die „zwei Schlösschen“ Wendlinghausen und Haddenhausen „wie verkleinerte noch schlichtere Wiederholungen“ der vorangegangenen oder gleichzeitigen monumentalen Architektur der Weserrenaissance. Dabei scheint Wendlinghausen, verglichen mit seinem Schwesterschloss Haddenhausen das bescheidenere Bauwerk zu sein. Wendlinghausen fehlt heute nicht nur der zweite Flügel, sondern auch das Triumphbogen-Motiv der Hämelschenburg (1608), das in Haddenhausen als Einfahrtstor wiederkehrt.17) Wendlinghausen hat dagegen, abweichend von Haddenhausen auch an den Traufenseiten die drei zierlichen Zwerchhäuser. Ferner ragen noch über die Graft an der Ostfront des Wendlinghäuser Herrenhauses die fünf dekorativen „Heimlichkeiten“, jene Toilettenkerker, die eine wesentliche hygienische Errungenschaft jener Zeit waren.
Zwischen 1961 und 1964 wurde das Schloss sachkundig restauriert und bei dieser Gelegenheit Ausbauten des 19. Jahrhunderts beseitigt. Auf die Außenmauern wurde in der Art des 17 Jahrhunderts handverstrichener Putz aufgetragen. Wobei aber die unregelmäßig in die Mauern ragenden Einfassungen der gekuppelten Werkstein-Fenster ausgespart wurden. Letztere haben im Sturz und zu zwei Dritteln der Gewände eine schlichte Hohlkehle als Profil.
Das steile Dach, die Zwerchhäuser und die Heimlichkeiten des Schlosses Wendlinghausen sind im Gegensatz zu Haddenhausen und anderen Schlossbauten noch mit den violettroten Sollingplatten eingedeckt, die im ganzen Wesergebiet seit Jahrhunderten als Dachhaut massiver Gebäude vorherrschend waren und als ein wesentliches architektonisches Element der Weserrenaissance gelten können, jetzt aber immer seltener werden, weil die Steinbrüche im Solling stillgelegt sind.
Man mag das Schloß Wendlinghausen getrost schlicht nennen. Wahrscheinlich macht gerade diese Schlichtheit es so liebenswert. Am reizvollsten bietet es sich von SO an. Der Besucher ist meist hingerissen von dieser „Rückseite“, wenn sich das Haus mit seinen Zwerchhäusern und Heimlichkeiten und seinem Schaugiebel in der breiten Graft spiegelt.

Heimatland Lippe Juli 1977: Dr. Jürgen Soenke