Der Tod in den Ellern

Ehrenmal mit der Inschrift „Die Toten mahnen die Lebenden 1914-1918 1939-1945“ an der großen Twete. Aufgestellt 1959

Von einem Erlebnis aus dem ersten Nachkriegsjahr soll hier berichtet werden, einer Zeit, als in unserer alten Schule an der Mittelstraße in zwei und in der sog. Roten Schule an der Sophienstraße in drei Klassenräumen zusammen täglich in drei Schichten 550 Schüler unterrichtet werden mussten …

Es war eine karge Zeit äußerlich, die aber trotzdem Schüler und Lehrer innerlich recht nahe zueinander-führte. Da die Schulräume immer knüppelvoll waren, führten wir den Heimatkundeunterricht fast immer nur draußen im Freien durch. Das bekam dem zentralen Fach der Grundstufe, dem Lehrer, der noch immer an den Auswirkungen des Hungerlagers Remagen litt, und den Schülern gut. Es ging nach dem Prinzip „Freude ist alles“, mit einem Minimum von Stoff ein Maximum von geistig-seelischer Auslösung.
An einem sonnigen Septembertag waren wir unter dem Hang des Hoppenberges, durchs kleine Rodewald-Hölzchen, an der alten Lohgerberei vorbei, hinauf durch den alten Hohlweg zum Hosel oberhalb des Bentruper Weges gewandert, nachdem wir oben an der großen alten Linde an der Wegkrümmung gelagert, rückwärts ins obere Begatal auf Alt-Barntrup mit dem Schloss als Eckpfeiler in der Stadtkrone geblickt hatten, jenem Blickpunkt, von dem aus der Maler-Pastor Emil Zeiß seine Impressionen von Mönchshof und Barntrup gemalt hatte — heute erinnert ein Straßenname zwischen Wierborner Allee und Alverdisser Straße an diesen heimatverbundenen Landschaftsmaler.
Wir hatten unter der alten Linde als gutem heimatkundlichen Aussichtspunkt vielerlei Gespräche geführt und neue Eindrücke gewonnen von dem Quellgebiet der Bega und den Randbergzügen des oberen Begatales, waren dann lose vom Hosel aus ins Tal nach Mönchshof hinabgestraddert und über die Bega an der Mühle vorbei hinauf zum Möntkeberg gestiegen und hatten danach im Walde dem von Kerßenbrockschen Mausoleum einen Besuch abgestattet. Schon hier war das bisher laute Hallo unseres Pulks von Kindern abgeklungen, als die Jungen und Mädel, auf Zehenspitzen stehend, durch die kleinen vergitterten Fenster geschaut hatten in die Totenhalle mit den vielen Särgen. Zuvor schon, als wir unten an der Straßenmauer des Gutshofes von Mönchshof vorbeigekommen waren, hatten die Kinder die beiden mit roten Begonien und blauen Lobelien geschmückten Kriegergräber hinter der Gutsmauer entdeckt. Sie waren Ausgangspunkt zu einem Gespräch geworden über den Jaboangriff am 31. März und den Einmarsch der Amerikaner am 4. April 1945, als eine SS-Truppe hier Mönchshof verteidigt hatte, wobei dann ein SS-Mann im Park am Maschinengewehr und der andere auf dem Rückzug jenseits des Bahndammes gefallen war, während die Hauptgruppe am Damm entlang über Wierborn hinweg am Langengrund hinauf zum Windmühlenpott sich zurückgekämpft hatte.
Auf unserer weiteren Wanderung hatten wir uns schnell von diesen Bildern gelöst und wollten den Rückweg antreten im Torweg entlang an den großen Hecken zum alten Vehmeierschen Hof nach Wierborn zu, um noch rechtzeitig vor Schulschluss unsere alte Schule an der Mittelstraße zu erreichen. Da legten wir zuvor am Waldrand des Möntkeberges auf Vorschlag eines ermüdeten Mädchens noch eine Lagerpause ein. Alle waren recht aufgeräumt und zufrieden mit dem sonnigen Septembernachmittag und der heimatkundlichen Wanderung. Wir hatten viel gesungen, gespielt, viele heimatkundlichen Vorstellungen geklärt, dazu neue hinzugewonnen, die Kinder zu neuen Begriffen und Erkenntnissen geführt — spielend, wie sich versteht — es war ja damals in der Schule die große Zeit des Improvisierens, Psychologisierens, Lokalisierens und Dramatisierens. Als Lehrer hatte man wieder einmal das Gefühl gehabt, dem schöpferischen Moment des Bildungsprozesses doch recht nahe gewesen zu sein.
Am Waldrand des Möntkeberges lagernd, hatten wir nochmals zur bewaldeten Bergkette zwischen Winterberg und Riechenberg hinübergeschaut und auch zu unseren Füßen auf die Bega im Tal und auf die Eisenbahnlinie, um Bilder zu sammeln für unseren Zeichenunterricht, „Bildhaftes Gestalten“ war damals Trumpf.
Die Kinder hatten dabei am Damm und den Einschnitten auch die großen braunen Flächen gefunden, die vom „Flammen“ herrührten und noch einen gewissen beißenden Brandgeruch in der Landschaft hinterlassen hatten. Diese Beobachtungen hatten nicht nur ein vielstimmiges kindliches Schnuppern in der Luft ausgelöst, sondern auch eine Unterhaltung über die verwerfliche Unsitte des FLÄMMENS, die Luftverpestung, Zerstörung der Tierwelt und Vernichtung des Bodenlebens und zur Feststellung geführt, daß es verboten sei, zwischen Mitte März und Ende September dürres Gras an Feldrainen, Hecken, Gebüschen und Böschungen abzuflämmen sowie lebende Hecken in dieser Zeit zu roden, abzuschneiden oder abzubrennen. Vogelwelt und Niederwild und die ganze Bodendecke müssten geschützt und das biologische Gleichgewicht der Natur erhalten bleiben.
Die Jungen waren in ihrem Element bei der Diskussion und wussten sich nicht genug zu tun und all die Stellen unserer Gemarkung aufzuzählen — „Alte Kerke“, „Schratweg“, „Schneiderkuhle“, „Bellenbruch“, „Busewinkel“, „Langengrundweg“, „Kalter Dornstieg“, „Wolfsiek, „Kolkweg“, „Waterboskett am Mühlgraben“ u. a. — wo in jenem Nachkriegsjahr Hütejungen und auch arglose und unaufgeklärte Erwachsene durch Flammen Zerstörung angerichtet und gegen die Gesetze verstoßen hätten. Wie wir so recht breit das Thema vom Flammen ausgemalt hatten — einige Buben schlugen sogar vor, wir wollten mal Flammen spielen, wie der „Tod“ in die Kleintierwelt und in das Reich des Niederwildes eingegriffen habe — da ereignete sich ein Zwischenfall, und die lebhafte Begeisterung nahm eine ganz andere Richtung.
Vielleicht war die Wendung schon intermittierend eingeleitet worden durch die Begegnung mit dem Tode im Mauseleum im Walde. Nun war der im Flammen einherrschreitende Tod dazu gekommen.

Fresco von Friedrich Eicke im Jugendheim Barntrup: St. Georg kämpft mit dem Drachen (Foto: Knese)

Den Zwischenfall am Ende unseres Gesprächs führte der kleine Erwin Schäfer von Wierborn herbei — ich sehe ihn noch in seiner Matrosenbluse vor mir, wie er sich nach vorn drängte, ganz weiß im Gesicht. — Ich dachte schon, ihm sei unsere ausgedehnte Nachmittagswanderung zuviel geworden und er einer Ohnmacht nahe. Der Junge fing an zu stottern und zu stamern: „Herr Knese, ich habe schon mal den Tod gesehen! In den Ellern hinter Bellenbruch!“ Alle anderen waren aufmerksam geworden und hatten ihn umringt, auch die Abseitigen, und horchten nun auf eine schaurige Geschichte, eine Kindertragödie, die der kleine Erwin stockend von sich gab. Totenstill waren die Kinder geworden, als der sonst immer humorvolle und verschmitzt lächelnde Erwin, den alle gern mochten, ganz erschöpft seine traurige Begebenheit endete.
Später, als Erwin auf der Oberstufe unserer Von-Haxthausen-Schule war und ich Beiträge über die letzten Kriegshandlungen im oberen Begatal sammelte, hat mir Erwin die traurige Geschichte vom Ende seines Freundes, dem „TOD IN DEN ELLERN“ aufgeschrieben und auch Lenchen vom Ende ihres kleinen Bruders berichtet. Hier ist Erwins Bericht aus der Kriegs-Sammlung 1945.
„Nachdem die Amerikaner Anfang April 1945 auch unsere Gegend erobert hatten, lag in unseren Wäldern, Hohlwegen und Teichen sowie auf den Äckern und an den Wiesenrändern Munition jeglicher Art. Deutsche Landser hatten auf dem Rückzug Waffen und Munition weggeworfen und keine Zeit mehr gehabt, sie einzugraben. Eine kleine SS-Formation hatte zunächst Mönchshof besetzt gehabt, etwas verteidigt und sich dann über den Möntkeberg hinweg, an der Bahnlinie entlang durch Bellenbruch über den Saalberg zum Hägerholz und Bodenholz abgesetzt.
Wir Jungen — ich war damals zehn Jahre alt und meine Freunde etwa gleichaltrig — benutzten später manche Waffen, Teile von Panzerfäusten, Hand- und Abwehrgranaten unverantwortlicherweise als Spielzeug. Unsere Eltern hatten uns zwar verboten, derartige Sachen anzufassen. Aber dieses Verbot vergaßen wir schnell, wir waren zu jung, um die Gefahr einzusehen, in der wir schwebten, und auch zu neugierig.
Unser Lieblingsplatz waren damals die „Ellern“, eine feuchte Bodensenke oberhalb von „Bellenbruch“. Hier hatten auf dem Rückzug sich auch deutsche Soldaten kurz festgesetzt gehabt und eine Menge Munition fortgeworfen. Aus diesem Grunde war uns dieser Ort von den Eltern ganz besonders verboten. An einem sonnigen‘ Spätapriltag gingen mein Freund Heinz Machentanz und ich in die „Ellern“, um von einem Weidenbusch Flötenstöcke zu holen, von denen wir nachher Flöten basteln wollten. In der Tasche hatte ich eine Tafel Schokolade, die wir unterwegs aufteilten. Fröhlich und vergnügt hatten wir uns auf den Weg gemacht. Keiner von uns ahnte, dass es unser letztes Zusammensein war.
Zuerst haben wir nachgeschaut, ob die Pistole, die wir ein paar Tage vorher an einer dicken Eiche am Rande des Ellernbusches vergraben hatten, noch da war. In den „Ellerngarten“ hinter der Bellenbruch-Siedlung gingen wir besonders gern, denn hier wuchsen außer den Erlen viele schöne Haselnuß- und Weidenstöcke. Als Vater Machentanz mal im Kriege auf Urlaub war, hatte er uns gezeigt, wie man aus diesen Stöcken herrliche Trillerpfeifen machen konnte.
Am Ende der Bodensenke fanden Heinz und ich ein schwarzgelbes Munitionsstück. Keiner von uns wusste, was es war. Neugierig wie wir waren, mussten wir das Ding erst mal genau untersuchen. Später habe ich oft gefragt, was es wohl gewesen sein könnte. Erfahrene Soldaten meinten, dass es eine Panzerabwehrgranate gewesen sein könnte, die auf einen Karabiner gesteckt wurde, etwa 20 cm lang, Durchmesser 3 bis 4 cm. Nachdem Heinz die Granate aufgenommen hatte, drehte er an ihrem schwarzen Schraubkopf. Es gab eine Stichflamme. Vor Schreck sprang ich ein paar Schritte zurück. Ich wollte meinem Freund noch zurufen: „Wirf weg!“ Aber es war schon zu spät. Eine ohrenbetäubende Detonation zerriss die Luft. Heinz rief noch einmal „Erwin! Erwin!“ Ich bin zu ihm hingestürzt und sah durch den dichten Pulverdampf, wie mein bester Freund mit zerrissener Brust am Boden lag. Sein Körper bäumte sich noch ein letztes Mal auf, dann war er tot. Die paar Schritte, die ich instinktiv zurückgemacht hatte, hatten mir mein Leben gerettet. Wie durch ein Wunder war ich unverletzt geblieben.

Jetzt ergriff mich eine panische Angst. Ich lief, so schnell mich meine Füße tragen konnten, zu Frau Machentanz und brachte ihr die traurige Nachricht. Sie war an dem Morgen gerade am Waschen und wollte zunächst nicht glauben, als ich in die Waschküche hineinrief: „Frau Machentanz, euer Heinz ist tot! Da oben, wo die hohen Bäume stehen, ist es passiert!“ Vom Schreck erfasst, ist sie dann den Gartenweg hinaufgelaufen zu der Stelle in den Ellern, wo sich schon Leute versammelt hatten, die auf den Feldern gewesen waren, als der Knall erfolgte, und nun den toten Heinz umstanden.
Ich selbst bin von Machentanz Gärten nach Hause gelaufen und dort taumelnd und ganz blass angekommen. Mein Vater fragte mich: „Junge, was hast du?“ Ich habe ihn angelogen und geantwortet: „Ach, nichts!“ Dann habe ich mich versteckt, weil ich Strafe fürchtete. Mein Vetter hat dann später meinen Eltern die schreckliche Nachricht gebracht. Sie haben beide geweint, und Mutter mich still in ihre Arme genommen. Es war schrecklich. —
Seit dieser traurigen Geschichte kann ich keine Schokolade mehr essen. Immer, wenn ich Schokolade essen möchte, sehe ich dieses traurige Bild vor mir von dem toten Freunde Heinz in den Ellern.“ —
Damit schließt Erwins Bericht von der Kindertragödie im Ellernbusch von Bellenbruch.
Lenchen, die ältere Schwester des verunglückten Heinz, hat mir später im gleichen Jahr wie Erwin einen Bericht über die Vorgänge auf der Unglücksstelle verfasst. Es sei der 24. April 1945 gegen 10 Uhr vormittags passiert! Sie sei mit der ganz entsetzten Mutter hingelaufen. Die Nachbarn hätten oben am Grabenrand sie nicht zu dem toten Heinz, der in der Hocke liegend, das Gesicht vornübergebeugt im Grase lag, hinlassen wollten mit den Worten: „Sie dürfen nicht zu dem Jungen, da liegt noch mehr Munition!“ Aber die Mutter habe sich nicht halten lassen. Es sei furchtbar gewesen dies Wiedersehen mit dem brand- und blutbefleckten Heinz. Die Nachbarn hätten sie hernach nach Hause begleitet und zu trösten versucht. Lenchen schließt ihren Bericht mit den Worten: „Mein Vater, der nach drei Monaten aus der Gefangenschaft heimkehrte, war nicht zu beruhigen, als er von dem Unglück seines einzigen Sohnes hörte.“
Heute sind die Ellern bei Bellenbruch fast ganz verschwunden. Wenn ich in den ersten Nachkriegsjahren durch die Ellernsenke mit der Extertalbahn fuhr und diese in der Kurve ein ohrenbetäubendes Gekreische machte, musste ich an Erwin und seine Geschichte vom „Tod in den Ellern“ denken. Der kleine tote Heinz und die Eltern Machentanz und Lenchen traten mir vor die Augen, und es wurde auf einmal inmitten des Lärms der mich umgebenden Extertalschüler ganz still in mir. Es war die Stille der Erinnerung an die Schatten eines Todes hier in den Ellern, die unbewusst auch all die toten über tausend Kameraden aus dem Hungerlager Remagen heraufbeschworen hatten. Remember.
Fast drei Jahrzehnte sind ins Land gegangen, seit sich diese Kindertragödie in den Ellern hinter Bellenbruch ereignete. Oft, nicht nur am Volkstrauertag, denken Vater und Mutter Machentanz an ihren toten, einzigen Sohn, denn ihr Garten weist hinauf zu der Stelle, wo der Tod damals ein junges Leben auslöschte. Tochter Lenchen mit ihrem Mann Florenz und zwei heranwachsenden Enkeln füllen heute die Lücke in der Familie aus.
Was aus Erwin wurde? An einem Spätherbsttage vorigen Jahres ist er mir wieder begegnet. Er stieg aus einem schnittigen Simca, als ich zur Einhorn-Apotheke wollte immer noch so verschmitzt wie früher, schnellem Kurzgespräch hat er mir seine weitere Lebensgeschichte erzählt. Er lächelte immer noch so verschmitzt wie früher und man merkte, dass er im Leben vorwärts gekommen war.
Nach einer gründlichen Ausbildung in der soliden Druckerei Döbel sei er später nicht Schriftsetzer geblieben, sondern habe in Berlin sechs Semester eine Grafiker-Akademie besucht, nachdem er zuvor eine Sonderprüfung zur Aufnahme habe ablegen müssen, wobei ihm bei der großen Konkurrenz sehr der klangvolle Name unserer alten „Von-Haxthausen-Schule“ den Weg bereitet habe. Die ersten Semester habe er von Berlin nichts zu sehen bekommen, sondern nur hinter den Büchern und dem Zeichenbrett gesessen bei den großen Anforderungen. Aber es habe sich gelohnt.
Mitten in der Unterhaltung wurde auf einmal Erwin ernst und sagte: „Ja, ich habe Sie auch mal belogen!“ Ich wusste zuerst nicht, worauf er hinaus wollte, und dachte schon an einen jugendlichen Streich aus der Schulzeit bei uns, kam aber nicht darauf, an was Erwin mich erinnern wollte. Da sagte er: „Denken Sie mal nach! Ich meine die Geschichte von meinem Freund Heinz aus Bellenbruch, den damals die Munition tötete . . . Ich schrieb damals in meinem Aufsatz: Seither kann ich nie mehr Schokolade essen!“ Erst als Erwin mir, wieder wie früher verschmitzt lächelnd, seine Visitenkarte gab, ging mir ein Licht auf. Es stand auf der Karte seine Adresse. Er wohnt in Süddeutschland und lud mich ein, ihn mal in Neuhausen zu besuchen. Und seine Firma, bei der er angestellt war? Ich las: „Chocolat Tobler. Erwin H. Schäfer. Werbeleiter“. Nun wusste ich, worauf mich Erwin lenken wollte. Wieder lachte er wie früher und meinte: „Nicht nur Schokolade esse ich jetzt wieder, sondern auch das Brot dieser renommierten Schweizer Schokoladenfirma!“
Es war ein freudiges und für einen alten Lehrer erfrischendes Wiedersehen mit Erwin. Nachdem ich noch bei Dr. Lutz Wiegrebe meine Medikamente abgeholt hatte, kehrte ich mit größerem Schwung in die Gartenstraße zurück, um meiner Frau von der freundlichen Wiederbegegnung zu erzählen. Unterwegs schwang mir immer ein Wort Theodor Fontanes durch den Sinn, das mir oft im Schulleben half, wenn ich vor schwierigen Problemen stand, und das mich gemahnt hatte, behutsam vorzugehen und getrost in die Zukunft zu schauen und ihr auch etwas zu überlassen: „Das Leben ist ein weites Feld. Das Leben ist ein vielfältiges Feld“.

Quelle: Louis Knese, Heimatland Lippe 02/1975