18. September 2015

Heimattage im Schwalenberger Lande

Im Jahre 1906 wurde gelegentlich der 650-Jahrfeier der Gründung der Stadt Schwalenberg das von Dr. Karl Lohmeier verfaßte Volksspiel „Schwalenberg“ im Rahmen eines großen Heimatfestes zum ersten Male aufgeführt. Es fand einen derart starken Beifall, daß die Schwalenberger sich entschlossen, diese Aufführungen in regelmäßigen Abständen zu wiederholen. So wurde der von dem unvergeßlich gebliebenen Pastor Zeiß in Schwalenberg wachgerufene Heimatgedanke gepflegt und in den Heimatfesten der Jahre 1908, 1912, 1924, 1929, und 1934 immer wieder tatkräftig und wirkungsvoll gefördert. Dann [...]

9. September 2015

Eine urgeschichtliche Wallburg in Nordlippe

Der Buntenberg oberhalb Göstrup besitzt auf seinem Gipfel entlang den Kanten eine Anzahl Steinwälle. In bester Erhaltung liegen sie an der östlichen Seite. Während sonst die Wälle ziemlich platt und abgetragen sind, bollwerken hier noch breite Steinlager, die sich stellenweise zu Hügelungen zusammenhäufen.
2. September 2015

Der Wunderdoktor von Distelbruch

Es war im Jahre 1796. Der Schrecken der französischen Staatsumwälzung war in der Tagesunterhaltung gerade abgetan. Das philosophische Zeitalter Kants und anderes mehr über Fortschritte und Erkenntnisse einer eben begonnenen aufklärenden Epoche wurde heftig besprochen, da setzte im Lande der Rose nach unserem ach, so stillen, friedlichen Diestelbruch am Leistruper ...
31. August 2015

Das Fürstlich Lippische Wappen

Die Edlen Herrn zur Lippe gehören einem uralten Herren­geschlechte an. Wir können sie unter diesem, ihrem Familien­ oder Geschlechtsnamen in Urkunden bis in den Anfang des 12. Jahrhunderts (1123) verfolgen, d. h. bis in eine Zeit, in der in Niedersachsen überhaupt erst der Familienname von den edlen Geschlechtern angenommen und erblich fortgeführt wurde.
22. August 2015

Flachsverarbeitung in alter Zeit

Aus Großväter und Urgroßväter Zeiten schreibt ein alter Lipper aus dem Amte Brake, dessen Handschrift erkennen läßt, daß sie noch aus jener Zeit stammt, da man auf „Schönschreiben“ noch großen Wert legte, eine sehr anschauliche Schilderung des Flachsbaues in Lippe, der noch vor hundert Jahren in großer Blüte stand.
14. August 2015

Der Überfall im Pfarrhause zu Reelkirchen in der Neujahrsnacht 1799/1800

Der letzte Abend des Jahres 1799 ging zur Neige. Gegen 9 Uhr ging der Pastor Heinrich Schönfeld, damals ein Mann von 37 Jahren, von seiner Arbeitsstube, die im oberen Stock des Hauses lag noch einmal hinunter in die Wohnstube, wo seine Mutter, eine 16jährige Verwandte, die Dienstmagd, der Knecht Heinrich und ein 15jähriger Junge beisammen waren und sich gerade anschickten, zu Bett zu gehen.
12. August 2015

Alt-Oerlinglausen von der Sachsenhalle bis zum Bau der Kirche

Heute wissen wir dank der Grabungsergebnisse, daß das altsächsische Urlinchuson nicht oben am Berge, sondern im Talgrund, westlich der alten Kirche, an den Landerquellen lag. Die Scherbenfunde gehören dem 5. bis 10. Jahrhundert an, die Sachsensiedlung hat somit dort 500 Jahre bis zur Vollendung der Kirche bestanden.
11. August 2015

Heimatbesucher

Wer es kann, wird sicher einmal wieder in das Land der Kindheit zurückkehren. Einmal nur laß mich atmen noch die Luft im Heimatlande, das ist der Wunsch fast aller Auswanderer der ersten Generation. Was für ein Glück das sein muß! Die Freude der Frommen in Jerusalem oder Rom oder Mekka kann nicht herrlicher sein!
9. August 2015

Das Geheimnis der schwarzen Frau vor dem Schlinge

Noch heute weiß der Volksmund im Ortsteil Schling der Gemeinde Heiligenkirchen von dem Erscheinen einer „weißen Frau“ in früheren Zeiten zu berichten. Was ist an dieser Erzählung wahr, und wie verhielt es sich mit dieser geheimnisvollen Frau? Wir erfahren näheres darüber im sogenannten „Lippischen Magazin für vaterländische Cultur und Gemeinwohl“ vom Jahre 1837
7. August 2015

Die unterirdische Glocke

Es waren ein paar ganz gerissene Jungs, der Hinnerk und der Ludewig. Nicht, daß sie ihrem alten Kantor gerade viel Freude machten. Der war im Gegenteil nicht wenig erbost, daß er immer wieder Strafrichter seiin mußte über die Streiche, mit denen die beiden rotbackigen, kräftigen Bauernjungs das Dorf beunruhigten.
30. Juli 2015

Die Uffenburg bei Bremke

Anderthalb Kilometer östlich von Bremke trägt ein gegen Südwesten vorgestreckter Ausläufer des Rintleschen Hagens, der sogenannte Schloßberg, die wohlbehaltenen Reste einer alten Befestigungsanlage, welche man vielfach in älterer wie in neuerer Zeit für eine Burg des edlen Uffo abgesehen hat, der im 9. Jahrhundert n. Chr. gelebt haben soll.
24. Juli 2015

Baumwollspinnerei im Flecken Lage 1797 – 1807

Das Leinengewerbe und die Flachsspinnerei standen in den Dörfern der Vogtei Lage und Lm Marktflecken Lage um 1800 in hoher Blüte. Im Werretal gedieh das Leinkraut, der Flachs, in besonderer Güte und Feinheit. Daher waren auch die Leinen-Erzeugnisse von besonderer Qualität. Mit der Zahl der Webstühle (808), der Webemeister (612), und der Webegehilfen (473), standen die Vogtei und der Flecken Lage in Lippe 1798 an erster Stelle.
23. Juli 2015

Streit um den Strom

Wann er angefangen und von wem, das wußten die Beteiligten schon vor dreimal hundert Jahren nicht mehr. Der „Strietwerder“, die Marsch am Strom, um die es ging, hatte seit Urzeiten so geheißen. Der Streit war wohl so alt wie der Strom selbst, wie die beiden Dörfer, zwischen denen er dahinfloß, harmlos, beglänzt und leise sommertags, aber wild, drohend, unberechenbar nach der großen Frühlingsschmelze im Oberlauf.
18. Juli 2015

Chroniken Lippischer Dörfer – Hohenhausen

Wie schnell kann man heutzutage nach Hohenhausen kommen! Der Autobus, dieser Zauberwagen, der auch die kleinsten Orte unseres schönen Heimatlandes der Welt erschloß, bringt uns hin, fast zu jeder Stunde des Tages. Ist doch Hohenhausen, diese „Metropole des lippischen Nordens“, ein Treffpunkt der großen gelben Wagen geworden.
17. Juli 2015

Das Lemgoer Armsünderglöcklein

Immer wieder klangen mir diese Worte in den Ohren, als ich daran ging, die Geschichte des Lemgoer Sünderglöckleins zu erforschen. Es war mir, als habe dem Dichter bei seinen Versen das Bild unserer Alten Hansestadt vor Augen geschwebt. Denn auch Lemgo hatte im Mittelalter einen gewandten Glockengießer und eine „Sünderglocke“, die ein Meisterwerk der Glockengießerkunst war.
17. Juli 2015

Der Ursprung der Stadt Detmold

Über den Ursprung der Stadt Detmold fehlen alle Nachrichten. Doch lassen sich auch aus der Lage der Stadt und seiner Umgebung manche Rückschlüsse ziehen. Die Stadt Detmold liegt auf einer Schotterablagerung, welche durch die ins Werretal gespülten Kiesmassen gebildet wurde. Die höchsten Punkte dieses Inselrückens nehmen der Garten der Generalsuperintendentur und die Kirche auf dem früheren Kirchhof ein.
15. Juli 2015

Alte Mühlen heute

So richtig es ist, daß die Windmühle im norddeutschen Flachland zum Bilde der Landschaft gehört, so unbestritten dürfte aber auch sein, daß in unserem lippischen Bergland zwar nicht die Windmühle, so doch die Wassermühle seit jeher ein landschaftbelebendes Element darstellt.
13. Juli 2015

Die Gemarkung Lage im Wandel der Zeit

Das Bild der Gemarkung Lage hat sich seit der Jahrhundertwende gründlich gewandelt. Von der Feldmark des einstigen „freyen Weichbildes tho derLohge“ ist fast nichts mehr übrig geblieben. Verkehr und Industrie, die vorwärtsdrängenden Kräfte in Lages Entwicklung, haben Besitz ergriffen von der Gemarkung.
11. Juli 2015

Der Schaumburgsche Krug in Blomberg

Wir schreiben den 16. August-1819. In der wackeren Stadt Blomberg geht es hoch her. Der Jahrmarktstrubel des Laurentiusmarktes hat von nah und fern alles herbeigelockt, was Beine hat. Der Kram- und Viehmarkt war in der Zeit ohne Eisenbahn- und Kraftverkehr von großer Bedeutung. Auch Marktbesucher, welche aus dem Ausland, d.h. Rinteln oder Hameln gekommen waren, haben sich Schweine auf dem berühmten Blomberger Markt gekauft.
29. Juni 2015

Totschlag im Felde bei Borkhausen

Vorbemerkung: Infolge der Erbauseinandersetzungen zwischen den gräflichen Häusern Detmold und Alverdissen-Schaumburg wurden die Bückeburger 1737 in den Besitz der Ämter Barntrup, Blomberg, Brake und Schieder gesetzt. Während Brake 1743 und Barntrup 1748 an Detmold zurückfielen, blieb Schieder bis 1789, Blomberg bis in die 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts bückeburgisch.