• 9 n. Chr.

    Die Schlacht im Teutoburger Wald. Arminius vernichtet Varus Legionen. Nach neusten Funden in Kalkriese fand die Varusschlacht im Osnabrücker Land statt und das Hermannsdenkmal wurde an der falschen Stelle erbaut

  • 783

    Erste Erwähnung der Siedlung Theotmalli, das spätere Detmold. Der Name leitet sich von der althochdeutschen Bezeichnung Thing einer Art Volkgerichtsstätte (Theot für Volk, Mahal für Gericht, Gerichtsstätte) ab

  • 799

    In Paderborn weiht Papst Leo III. einen Altarstein, der für die erste Kirche in Detmold bestimmt ist.

  • 1123

    Erste Erwähnung der Edlen Herren zur Lippe. Das Brüderpaar Bernhard I. und Hermann I. werden Besitzer des adligen Hermelingshof bei Lippstadt

  • 1131

    Erste Erwähnung der späteren Stadt Horn

  • 1168

    Bernhard II., Sohn Hermann I., Gefolgsmann Heinrich des Löwen, erhält auf dem Reichstag zu Würzburg die Genehmigung zur Gründung von Lippstadt

  • 1185

    Bernhard II. gründet die Stadt Lippstadt westlich des Teutoburger Waldes

  • 1190

    Bernhard II. gründet die Stadt Lemgo an wichtigen Handelswegen

  • 1194

    Bernhard II. erbaut die Falkenburg an der Passstraße von Berlebeck nach Schlangen. Sie war eine der wichtigsten lippischen Landesburgen.

  • 1229

    Bernhard III. Unter seiner Herrschaft entstehen die Städte Horn und Blomberg, wahrscheinlich auch Detmold und die Neustadt von Lemgo

  • 1277 - 1344

    Unter Simon I., Lippe erhält seine größte territoriale Ausdehnung

  • 1288

    Erwerb der Burg Holzminden

  • 1306

    Erste urkundliche Erwähnung der Schloss Brake bei Lemgo

  • 1323

    Erwerb von Varenholz
    Die lippischen Besitzungen reichen bis Rheda und ins Münsterland, die Ämter Enger und Quernheim gehören dazu.
    Lippische Städte blühen auf. Lemgo ist Mitglied der Hanse

  • 1348

    Eine Pestepidemie herrscht in Lippe

  • 1376

    Barntrup bekommt die Stadtrechte durch Graf Heinrich V. von Sternberg verliehen

  • 1474

    Detmold wird durch ein Feuer zerstört

  • 1505

    Erwerb der Grafschaft Sternberg,zunächst durch Pfand, später gänzlicher Übergang auf die Grafschaft Lippe

  • 1528

    In Lippe beginnt die Grafenschaft unter Simon V.

  • 1538

    Die Landstände beschließen die Einführung der Lehre Martin Luthers als neue Glaubenslehre

  • 1551

    Simon der V. verlegt die Residenz von Blomberg nach Detmold

  • 1563 - 1613

    Simon VI., bedeutende Herrscherpersönlichkeit, moderner Renaissancefürst, residiert in Schloss Brake. Unter seiner Herrschaft entfalten sich Politik, Wirtschaft und Kultur im Land zu hoher Blüte

  • 1565 - 1681

    Hexenverfolgungen in Lippe. 1681 wurde der letzte Prozess gegen Maria Rampendahl in Lemgo geführt.

  • 1604

    Erste Erwähnung der lippischen Wanderarbeiter in einer Polizeiverordnung, die für auswärtige Arbeit 10 Taler Strafe androht

  • 1618 - 1648

    Lippe verliert durch den 30jährigen Krieg ca. 30 % seiner Bevölkerung

  • 1752

    Gründung der Lippischen Brand-Assecurations-Societät (heute Lippische Landes-Brandversicherungsanstalt  durch Simon August Graf zu Lippe-Detmold

  • 1756 - 1763

    Der Siebenjährige Krieg. Außer einem größeren Scharmützel zwischen französischen und alliierten Truppen (preuß., hess., hann. und braunschweigische) vor Horn im August des Jahres 1761 gab es keine nennenswerten, direkten militärischen Zusammenstöße auf lippischem Boden.
    Die Schlacht bei Minden

  • 1789

    Lippe wird zum Fürstentum erhoben

  • 1801

    Am 11. Dezember wird Christian Dietrich Grabbe als Sohn des Zuchtmeisters Adolph Henrich Grabbe und seiner Frau Dorothea geb. Grüttemeier in Detmold, Bruchstraße 27, geboren.
    Am 1. Juli 1802 eröffnete Pauline zur Lippe die erste Kinderbewahranstalt in Detmold.

  • 1808 - 1876

    Fürstin Pauline setzt 1808 die Bauernbefreiung durch. Unterstützt durch die Bauern, die im Jahre 1817 mit Heinrich Philipp Ottomeyers (1771-1833) “Aufruf an meines Vatterlands Bauern” die ländliche Vertretung im Landtag einfordern, bemüht sich Pauline um die Einführung einer landständischen Verfassung, welche die alten Stände von Ritterschaft und Städten durch Vertreter aller Landeseinwohner ersetzen soll.
    Die 1819 von Pauline verkündete Verfassung scheitert aber an den alten Ständen und der Reaktion im Deutschen Bund. Eine erste schriftlich fixierte landständische Verfassung wird daher erst 1836 in Lippe-Detmold eingeführt. Die Landstände bestehen nun aus Abgeordneten der drei Stände der Ritterschaft, Städtebewohner und der „erblichen Gutsbesitzer des Platten Landes, soweit sie nicht zum ersten Stande gehören”. Die Ritterschaft wählt sieben Abgeordnete, fünf adlige und zwei bürgerliche, welche eine eigene Kurie bilden. Stadt- und Landbewohner wählen durch Wahlmänner je sieben Abgeordnete in eine gemeinsame Kurie. Diese Verfassung, welche die alten Rechte der Landstände im Wesentlichen bestätigt, wird zwar im Zuge der Revolution von 1848/49 liberalisiert, aber 1853 durch Leopold III. gegen den Willen des Landtags wieder restauriert.
    Per Gesetz vom 8. Dezember 1867 erhalten die Landstände schließlich das Mitwirkungsrecht bei der Gesetzgebung. 1876 wird das Dreiklassenwahlrecht eingeführt.

  • 1830

    Die Einwohnerzahl von Lippe beträgt 93 871

  • 1835

    Das Lippische Landesmuseum wird als eines der ersten Mussen Westfalen-Lippes gegründet

  • 1836

    4071 Webstühle gibt es in Lippe.
    Am 12. September stirbt der Dichter Christian Dietrich Grabbe im Haus ‘Unter der Wehme 7

  • 1840

    Wilhelm Oesterhaus – Senior der lippischen Mundartdichter geboren. Er starb 1927

  • 1841

    Ernst von Bandel legt den Grundstein für das Hermannsdenkmal in Detmold

  • 1843

    Lage wird zur Stadt erhoben

  • 1845

    Preußen kündigt den Postvertrag mit Lippe. Die Thurn-und-Taxische Post betreut hinfort das Land Lippe

  • 1848

    Einzug revolutionärer Forderungen in Lippe. Leopold II. verkündet u.a. Pressefreiheit. Öffentlichkeit der Landtagsverhandlungen. Neuordnung der Verfassung, Reduzierung des Militärs, Trennung von Regierung und Domanialvermögen. Abschaffung des Dreiklassenwahlrechts.

  • 1850

    weites und letztes Ablösegesetz. Ablösung der Frondienste, Zehnten, Korn- und Viehabgaben durch den 25fachen Geldbetrag.
    Hoffman’s Stärkefabrik in Salzuflen wird gegründet
    Der Künstler Karl Junker wird in Lemgo geboren

  • 1866

    In der Auseinandersetzung zwischen Preußen und Österreich steht Lippe auf Seiten der Preußen. Das lippische Schützenbatallion ist an der Schlacht bei Kissingen beteiligt

  • 1867

    Lippe gibt die eigene Wehrhoheit auf. Das preußische Infanterie-Rgiment Nr. 55 tritt an Stelle des alten lippischen Füsilier-Batallions.
    Preußen übernimmt die Post in Lippe, nachdem in einem Vertrage zwischen Preußen und dem Fürsten von Thurn und Taxis das gesamte taxische Postwesen von Preußen erworben worden war

  • 1875 - 1895

  • 1880/81

    Bau der Eisenbahnstrecke Herford-Lage-Detmold

  • 1881

    Heinrich Drake  – der spätere Landespräsident – in Lemgo geboren

  • 1883

    Die Lippische Zuckerfabrick in Lage wird gegründet

  • 1891

    Die Landwirtschaftschule in Lage wird gegründet

  • 1895

    Fürst Woldemar stirbt und löst durch sein Testament zugunsten der Linie Schaumburg-Lippe den sogenannten lippischen Erbfolgestreit aus.

  • 1895-1897

    Regentschaft des Prinzen Adolf zur Lippe

  • 1896

    Die Fürstliche Brauerei in Brake erzeugt 9000 hl Bier. Die Eisenbahnlinie Lage-Lemgo wird eröffnet.
    Es gibt 47 Postorte in Lippe.
    Hoffmann’s Stärkefabrik führt elektrisches Licht ein

  • 1897

    Mehr als 14 500 lippische Wanderarbeiter halten sich als Ziegler außerhalb ihrer Heimat auf. Das ist mehr als die hälfte der männlichen Bevölkerung.
    Die Eisenbahnstrecke Herford-Detmold wird bis Altenbeken erweitert.
    Ernst zur Lippe-Biesterfeld übernimmt die Regentschaft

  • 1899

    Einführung der Gasbeleuchtung in den meisten lippischen Städten

  • 1900

    Erster Spatenstich zum Bau des Bismarkturms auf dem Vierenberg bei Schötmar

  • 1904

    Eisenbahnstrecke Lage-Bielefeld eröffnet.
    Großfeuer in Schlangen. Durch zündelnde Kinder werden 80 Gebäude innerhalb weniger Stunden ein Opfer der Flammen.

  • 1905

    Leopold IV. aus dem Hause Lippe-Biesterfeld, besteigt den Thron, nachdem durch Spruch des Reichsgerichtes die Erbfolge an sein Haus gefallen ist.
    In Lippe kommt 1 Lehrer auf 100 Schüler

  • 1909

    1900-Jahr Feier der Schlacht im Teutoburgerwalde vom 15. bis 22. August. Großer Umzug in Detmold

  • 1910

    In Lippe werden jetzt 14.722 Wanderarbeiter gezählt, fast 10 % der Gesamtbevölkerung.

  • 1912

    Das Theater in Detmold brennt ab und wird 1914 neu erbaut.
    Das Luftschiff “Hansa”  überfliegt Lippe

  • 1913

    In Lippe kommt 1 Lehrer auf 75 Schüler

  • 1914

    Beginn des 1. Welkrieges. Mit Musik und Blumen werden die einberufenen Soldaten in den lippischen Städten an die Bahn gebracht

  • 1918

    Ende des 1. Weltkrieges.
    Lippe wird zum Freistaat erklärt.
    Leopold IV. tritt zurück. Die Fürstenschaft wird beendet. Landeshauptstadt wird Detmold.

  • 1919

    Wahl des neuen Lippischen Landtages in allgemeiner, gleicher und geheimer Wahl. Konstituierung des neuen lippischen Freistaates mit der Spitze eines dreiköpfigen Landespräsidiums. (Absolute Mehrheit der SPD. Heinrich Drake wird geschäftsführendes Mitglied des Präsidiums und bleibt dies bis zum Jahre 1933)

  • 1921

    In einem Jahr erschließen neun neue Kraftpostlinien Lippe dem Vekehr ; u.a. Lemgo-Hohenhausen, Vlotho-Hohenhausen, Barntrup-Bösingfeld, Blomberg-Horn

  • 1922

    Fahrt der letzten Postkutsche von Hohenhausen nach Lemgo

  • 1929

    In Lippe kommt 1 Lehrer auf 45 Schüler

  • 1932

    Konstituierung der beiden Kreise Detmold und Lemgo

  • 1933

    Wahlkampf in Lippe. Die NSDAP wird stärkste Partei. Signalwirkung für ihren Sieg im Reich. Lippe erhält nach der Machtübernahme (Januar 1933) einen Reichsstatthalter zusammen mit Schaumburg-Lippe. Die Länder fallen der Gleichschaltung zum Opfer. Quasi-Ende der staatlichen Eigenständigkeit

  • 1945

    Wilhelm Gräfer, Bürgermeister der Hansestadt Lemgo, wird kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs von einem Standgericht zum Tode verurteilt und hingerichtet.
    Ende des 2. Weltkrieges Wiederaufleben der staatlichen Eigenständigkeit unter britischer Besatzung und neuer Landesregierung unter Heinrich Drake.

  • 1947

    Lippe musste auf betreiben der britischen Besatzungsmacht seine Selbständigkeit aufgeben. 1947/48 wurde Lippe an das 1946 gegründete Bundesland Nordrhein-Westfalen angeschlossen
    Die Lippische Rose wurde in das Landeswappen eingefügt

  • 1947/48

    Die Bezirksregierung wird von Minden nach Detmold verlegt und mit der Lippischen Landesregierung zum Regierungsbezirk Detmold vereinigt

  • 1969

    Bildung des Landesverbandes Lippe als Körperschaft des öffentlichen Rechtes mit der Aufgabe, das Vermögen des früheren Freistaates Lippe-Detmold zu verwalten

  • 1969/70

    Die ehemals 168 selbstständigen lippischen Städte und Gemeinden werden zu 16 Städten und Gemeinden zusammengefasst

  • 1971

    Das Freilichtmuseum Detmold wird gegründet. Am 22. Juli 1960 beschloss der Landschaftsverband Westfalen-Lippe die Gründung eines „Westfälischen Freilichtmuseums Bäuerlicher Kulturdenkmale“ in Detmold zur Darstellung des Wandels des bäuerlichen Lebens in den Jahren 1550 bis 1800. Sechs Jahre später, im Mai 1966, begannen die Bauarbeiten, und am 7. Juli 1971 wurde das Museum eröffnet.

  • 1973

    Die Kreise Lemgo und Detmold werden zum Kreis Lippe zusammengefügt. Detmold wird Hauptstadt

  • 1992

    1992 wurde im Kreis Lippe das Autokennzeichen DT abgeschafft und durch das heute gültige Kennzeichen LIP ersetzt

  • 2009

    Das Varusjahr, „Varus, gib mir meine Legionen zurück!“ soll Kaiser Augustus verzweifelt ausgerufen haben, als ihn im Jahre 9 nach Christus die Nachricht ereilte, mehr als 15.000 römische Soldaten seien von den Germanen in einen Hinterhalt gelockt und vernichtend geschlagen worden.
    2000 Jahre danach war die Varusschlacht wieder ein Ereignis: Dem Geschehen mit historischer Bedeutung wurde 2009 eines der größten Ausstellungsprojekte Deutschlands gewidmet – organisiert vom LWL in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Lippe, dem Kreis Lippe sowie dem Museum und Park Kalkriese „Imperium Konflikt Mythos. 2000 Jahre Varussschlacht“ war der Name der Schau, die im Mai 2009 von Schirmherrin Angela Merkel eröffnet wurde.

  • 2015

    Am 25. August 2015 stirbt Armin Prinz zur Lippe mit 91 Jahren.
    Stephan Prinz zur Lippe wird Oberhaupt des Hauses Lippe

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Lippes Geschichte in Stichworten
  • 9 n. Chr.

    Die Schlacht im Teutoburger Wald. Arminius vernichtet Varus Legionen. Nach neusten Funden in Kalkriese fand die Varusschlacht im Osnabrücker Land statt und das Hermannsdenkmal wurde an der falschen Stelle erbaut

  • 783

    Erste Erwähnung der Siedlung Theotmalli, das spätere Detmold. Der Name leitet sich von der althochdeutschen Bezeichnung Thing einer Art Volkgerichtsstätte (Theot für Volk, Mahal für Gericht, Gerichtsstätte) ab

  • 799

    In Paderborn weiht Papst Leo III. einen Altarstein, der für die erste Kirche in Detmold bestimmt ist.

  • 1123

    Erste Erwähnung der Edlen Herren zur Lippe. Das Brüderpaar Bernhard I. und Hermann I. werden Besitzer des adligen Hermelingshof bei Lippstadt

  • 1131

    Erste Erwähnung der späteren Stadt Horn

  • 1168

    Bernhard II., Sohn Hermann I., Gefolgsmann Heinrich des Löwen, erhält auf dem Reichstag zu Würzburg die Genehmigung zur Gründung von Lippstadt

  • 1185

    Bernhard II. gründet die Stadt Lippstadt westlich des Teutoburger Waldes

  • 1190

    Bernhard II. gründet die Stadt Lemgo an wichtigen Handelswegen

  • 1194

    Bernhard II. erbaut die Falkenburg an der Passstraße von Berlebeck nach Schlangen. Sie war eine der wichtigsten lippischen Landesburgen.

  • 1229

    Bernhard III. Unter seiner Herrschaft entstehen die Städte Horn und Blomberg, wahrscheinlich auch Detmold und die Neustadt von Lemgo

  • 1277 - 1344

    Unter Simon I., Lippe erhält seine größte territoriale Ausdehnung

  • 1288

    Erwerb der Burg Holzminden

  • 1306

    Erste urkundliche Erwähnung der Schloss Brake bei Lemgo

  • 1323

    Erwerb von Varenholz
    Die lippischen Besitzungen reichen bis Rheda und ins Münsterland, die Ämter Enger und Quernheim gehören dazu.
    Lippische Städte blühen auf. Lemgo ist Mitglied der Hanse

  • 1348

    Eine Pestepidemie herrscht in Lippe

  • 1376

    Barntrup bekommt die Stadtrechte durch Graf Heinrich V. von Sternberg verliehen

  • 1474

    Detmold wird durch ein Feuer zerstört

  • 1505

    Erwerb der Grafschaft Sternberg,zunächst durch Pfand, später gänzlicher Übergang auf die Grafschaft Lippe

  • 1528

    In Lippe beginnt die Grafenschaft unter Simon V.

  • 1538

    Die Landstände beschließen die Einführung der Lehre Martin Luthers als neue Glaubenslehre

  • 1551

    Simon der V. verlegt die Residenz von Blomberg nach Detmold

  • 1563 - 1613

    Simon VI., bedeutende Herrscherpersönlichkeit, moderner Renaissancefürst, residiert in Schloss Brake. Unter seiner Herrschaft entfalten sich Politik, Wirtschaft und Kultur im Land zu hoher Blüte

  • 1565 - 1681

    Hexenverfolgungen in Lippe. 1681 wurde der letzte Prozess gegen Maria Rampendahl in Lemgo geführt.

  • 1604

    Erste Erwähnung der lippischen Wanderarbeiter in einer Polizeiverordnung, die für auswärtige Arbeit 10 Taler Strafe androht

  • 1618 - 1648

    Lippe verliert durch den 30jährigen Krieg ca. 30 % seiner Bevölkerung

  • 1752

    Gründung der Lippischen Brand-Assecurations-Societät (heute Lippische Landes-Brandversicherungsanstalt  durch Simon August Graf zu Lippe-Detmold

  • 1756 - 1763

    Der Siebenjährige Krieg. Außer einem größeren Scharmützel zwischen französischen und alliierten Truppen (preuß., hess., hann. und braunschweigische) vor Horn im August des Jahres 1761 gab es keine nennenswerten, direkten militärischen Zusammenstöße auf lippischem Boden.
    Die Schlacht bei Minden

  • 1789

    Lippe wird zum Fürstentum erhoben

  • 1801

    Am 11. Dezember wird Christian Dietrich Grabbe als Sohn des Zuchtmeisters Adolph Henrich Grabbe und seiner Frau Dorothea geb. Grüttemeier in Detmold, Bruchstraße 27, geboren.
    Am 1. Juli 1802 eröffnete Pauline zur Lippe die erste Kinderbewahranstalt in Detmold.

  • 1808 - 1876

    Fürstin Pauline setzt 1808 die Bauernbefreiung durch. Unterstützt durch die Bauern, die im Jahre 1817 mit Heinrich Philipp Ottomeyers (1771-1833) “Aufruf an meines Vatterlands Bauern” die ländliche Vertretung im Landtag einfordern, bemüht sich Pauline um die Einführung einer landständischen Verfassung, welche die alten Stände von Ritterschaft und Städten durch Vertreter aller Landeseinwohner ersetzen soll.
    Die 1819 von Pauline verkündete Verfassung scheitert aber an den alten Ständen und der Reaktion im Deutschen Bund. Eine erste schriftlich fixierte landständische Verfassung wird daher erst 1836 in Lippe-Detmold eingeführt. Die Landstände bestehen nun aus Abgeordneten der drei Stände der Ritterschaft, Städtebewohner und der „erblichen Gutsbesitzer des Platten Landes, soweit sie nicht zum ersten Stande gehören”. Die Ritterschaft wählt sieben Abgeordnete, fünf adlige und zwei bürgerliche, welche eine eigene Kurie bilden. Stadt- und Landbewohner wählen durch Wahlmänner je sieben Abgeordnete in eine gemeinsame Kurie. Diese Verfassung, welche die alten Rechte der Landstände im Wesentlichen bestätigt, wird zwar im Zuge der Revolution von 1848/49 liberalisiert, aber 1853 durch Leopold III. gegen den Willen des Landtags wieder restauriert.
    Per Gesetz vom 8. Dezember 1867 erhalten die Landstände schließlich das Mitwirkungsrecht bei der Gesetzgebung. 1876 wird das Dreiklassenwahlrecht eingeführt.

  • 1830

    Die Einwohnerzahl von Lippe beträgt 93 871

  • 1835

    Das Lippische Landesmuseum wird als eines der ersten Mussen Westfalen-Lippes gegründet

  • 1836

    4071 Webstühle gibt es in Lippe.
    Am 12. September stirbt der Dichter Christian Dietrich Grabbe im Haus ‘Unter der Wehme 7

  • 1840

    Wilhelm Oesterhaus – Senior der lippischen Mundartdichter geboren. Er starb 1927

  • 1841

    Ernst von Bandel legt den Grundstein für das Hermannsdenkmal in Detmold

  • 1843

    Lage wird zur Stadt erhoben

  • 1845

    Preußen kündigt den Postvertrag mit Lippe. Die Thurn-und-Taxische Post betreut hinfort das Land Lippe

  • 1848

    Einzug revolutionärer Forderungen in Lippe. Leopold II. verkündet u.a. Pressefreiheit. Öffentlichkeit der Landtagsverhandlungen. Neuordnung der Verfassung, Reduzierung des Militärs, Trennung von Regierung und Domanialvermögen. Abschaffung des Dreiklassenwahlrechts.

  • 1850

    weites und letztes Ablösegesetz. Ablösung der Frondienste, Zehnten, Korn- und Viehabgaben durch den 25fachen Geldbetrag.
    Hoffman’s Stärkefabrik in Salzuflen wird gegründet
    Der Künstler Karl Junker wird in Lemgo geboren

  • 1866

    In der Auseinandersetzung zwischen Preußen und Österreich steht Lippe auf Seiten der Preußen. Das lippische Schützenbatallion ist an der Schlacht bei Kissingen beteiligt

  • 1867

    Lippe gibt die eigene Wehrhoheit auf. Das preußische Infanterie-Rgiment Nr. 55 tritt an Stelle des alten lippischen Füsilier-Batallions.
    Preußen übernimmt die Post in Lippe, nachdem in einem Vertrage zwischen Preußen und dem Fürsten von Thurn und Taxis das gesamte taxische Postwesen von Preußen erworben worden war

  • 1875 - 1895

  • 1880/81

    Bau der Eisenbahnstrecke Herford-Lage-Detmold

  • 1881

    Heinrich Drake  – der spätere Landespräsident – in Lemgo geboren

  • 1883

    Die Lippische Zuckerfabrick in Lage wird gegründet

  • 1891

    Die Landwirtschaftschule in Lage wird gegründet

  • 1895

    Fürst Woldemar stirbt und löst durch sein Testament zugunsten der Linie Schaumburg-Lippe den sogenannten lippischen Erbfolgestreit aus.

  • 1895-1897

    Regentschaft des Prinzen Adolf zur Lippe

  • 1896

    Die Fürstliche Brauerei in Brake erzeugt 9000 hl Bier. Die Eisenbahnlinie Lage-Lemgo wird eröffnet.
    Es gibt 47 Postorte in Lippe.
    Hoffmann’s Stärkefabrik führt elektrisches Licht ein

  • 1897

    Mehr als 14 500 lippische Wanderarbeiter halten sich als Ziegler außerhalb ihrer Heimat auf. Das ist mehr als die hälfte der männlichen Bevölkerung.
    Die Eisenbahnstrecke Herford-Detmold wird bis Altenbeken erweitert.
    Ernst zur Lippe-Biesterfeld übernimmt die Regentschaft

  • 1899

    Einführung der Gasbeleuchtung in den meisten lippischen Städten

  • 1900

    Erster Spatenstich zum Bau des Bismarkturms auf dem Vierenberg bei Schötmar

  • 1904

    Eisenbahnstrecke Lage-Bielefeld eröffnet.
    Großfeuer in Schlangen. Durch zündelnde Kinder werden 80 Gebäude innerhalb weniger Stunden ein Opfer der Flammen.

  • 1905

    Leopold IV. aus dem Hause Lippe-Biesterfeld, besteigt den Thron, nachdem durch Spruch des Reichsgerichtes die Erbfolge an sein Haus gefallen ist.
    In Lippe kommt 1 Lehrer auf 100 Schüler

  • 1909

    1900-Jahr Feier der Schlacht im Teutoburgerwalde vom 15. bis 22. August. Großer Umzug in Detmold

  • 1910

    In Lippe werden jetzt 14.722 Wanderarbeiter gezählt, fast 10 % der Gesamtbevölkerung.

  • 1912

    Das Theater in Detmold brennt ab und wird 1914 neu erbaut.
    Das Luftschiff “Hansa”  überfliegt Lippe

  • 1913

    In Lippe kommt 1 Lehrer auf 75 Schüler

  • 1914

    Beginn des 1. Welkrieges. Mit Musik und Blumen werden die einberufenen Soldaten in den lippischen Städten an die Bahn gebracht

  • 1918

    Ende des 1. Weltkrieges.
    Lippe wird zum Freistaat erklärt.
    Leopold IV. tritt zurück. Die Fürstenschaft wird beendet. Landeshauptstadt wird Detmold.

  • 1919

    Wahl des neuen Lippischen Landtages in allgemeiner, gleicher und geheimer Wahl. Konstituierung des neuen lippischen Freistaates mit der Spitze eines dreiköpfigen Landespräsidiums. (Absolute Mehrheit der SPD. Heinrich Drake wird geschäftsführendes Mitglied des Präsidiums und bleibt dies bis zum Jahre 1933)

  • 1921

    In einem Jahr erschließen neun neue Kraftpostlinien Lippe dem Vekehr ; u.a. Lemgo-Hohenhausen, Vlotho-Hohenhausen, Barntrup-Bösingfeld, Blomberg-Horn

  • 1922

    Fahrt der letzten Postkutsche von Hohenhausen nach Lemgo

  • 1929

    In Lippe kommt 1 Lehrer auf 45 Schüler

  • 1932

    Konstituierung der beiden Kreise Detmold und Lemgo

  • 1933

    Wahlkampf in Lippe. Die NSDAP wird stärkste Partei. Signalwirkung für ihren Sieg im Reich. Lippe erhält nach der Machtübernahme (Januar 1933) einen Reichsstatthalter zusammen mit Schaumburg-Lippe. Die Länder fallen der Gleichschaltung zum Opfer. Quasi-Ende der staatlichen Eigenständigkeit

  • 1945

    Wilhelm Gräfer, Bürgermeister der Hansestadt Lemgo, wird kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs von einem Standgericht zum Tode verurteilt und hingerichtet.
    Ende des 2. Weltkrieges Wiederaufleben der staatlichen Eigenständigkeit unter britischer Besatzung und neuer Landesregierung unter Heinrich Drake.

  • 1947

    Lippe musste auf betreiben der britischen Besatzungsmacht seine Selbständigkeit aufgeben. 1947/48 wurde Lippe an das 1946 gegründete Bundesland Nordrhein-Westfalen angeschlossen
    Die Lippische Rose wurde in das Landeswappen eingefügt

  • 1947/48

    Die Bezirksregierung wird von Minden nach Detmold verlegt und mit der Lippischen Landesregierung zum Regierungsbezirk Detmold vereinigt

  • 1969

    Bildung des Landesverbandes Lippe als Körperschaft des öffentlichen Rechtes mit der Aufgabe, das Vermögen des früheren Freistaates Lippe-Detmold zu verwalten

  • 1969/70

    Die ehemals 168 selbstständigen lippischen Städte und Gemeinden werden zu 16 Städten und Gemeinden zusammengefasst

  • 1971

    Das Freilichtmuseum Detmold wird gegründet. Am 22. Juli 1960 beschloss der Landschaftsverband Westfalen-Lippe die Gründung eines „Westfälischen Freilichtmuseums Bäuerlicher Kulturdenkmale“ in Detmold zur Darstellung des Wandels des bäuerlichen Lebens in den Jahren 1550 bis 1800. Sechs Jahre später, im Mai 1966, begannen die Bauarbeiten, und am 7. Juli 1971 wurde das Museum eröffnet.

  • 1973

    Die Kreise Lemgo und Detmold werden zum Kreis Lippe zusammengefügt. Detmold wird Hauptstadt

  • 1992

    1992 wurde im Kreis Lippe das Autokennzeichen DT abgeschafft und durch das heute gültige Kennzeichen LIP ersetzt

  • 2009

    Das Varusjahr, „Varus, gib mir meine Legionen zurück!“ soll Kaiser Augustus verzweifelt ausgerufen haben, als ihn im Jahre 9 nach Christus die Nachricht ereilte, mehr als 15.000 römische Soldaten seien von den Germanen in einen Hinterhalt gelockt und vernichtend geschlagen worden.
    2000 Jahre danach war die Varusschlacht wieder ein Ereignis: Dem Geschehen mit historischer Bedeutung wurde 2009 eines der größten Ausstellungsprojekte Deutschlands gewidmet – organisiert vom LWL in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Lippe, dem Kreis Lippe sowie dem Museum und Park Kalkriese „Imperium Konflikt Mythos. 2000 Jahre Varussschlacht“ war der Name der Schau, die im Mai 2009 von Schirmherrin Angela Merkel eröffnet wurde.

  • 2015

    Am 25. August 2015 stirbt Armin Prinz zur Lippe mit 91 Jahren.
    Stephan Prinz zur Lippe wird Oberhaupt des Hauses Lippe

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Lippes Geschichte als Timeline