5. Mai 2017

Wie sahen unsere alten Schlösser aus?

Wohl wissen wir, daß sie einstmals da waren, auch daß sie die Geschicke der engeren aber weiteren Heimat weitgehend beeinflußt haben.Sie sind aber zum Teil ganz verschwunden, zum Teil nur in Resten oder Einzelbauten erhalten geblieben, haben ihre Wehrhaftigkeit verloren und lassen die ursprüngliche Größe nach Bedeutung kaum noch ahnen. Mancher hätte aber eine Vorstellung davon, wie sie aussahen und wie ihr Schicksal bis auf den heutigen Tag gewesen ist.

Burg Lipperode

Gewiß sind viele Besucher, die erwartungsvoll zu der alten Lippeburg [...]

15. Juli 2015

Alte Mühlen heute

So richtig es ist, daß die Windmühle im norddeutschen Flachland zum Bilde der Landschaft gehört, so unbestritten dürfte aber auch sein, daß in unserem lippischen Bergland zwar nicht die Windmühle, so doch die Wassermühle seit jeher ein landschaftbelebendes Element darstellt.
17. Mai 2015

Die romanischen Dorfkirchen in Lippe

Wenn an den Feiertagen die Glocken zum Kirchgang rufen, so beleben sich auf dem Lande die Straßen und Feldwege mit den Kirchgängern. Viele haben die Kirche gleich im Dorfe, aber zahllose andere müssen einen tüchtigen Weg zurücklegen, um zu ihrem Gotteshaus zu kommen. Besonders im Westen unseres lippischen Landes liegen die Kirchen weit voneinander entfernt, und erst in neuester Zeit hat man sich, angesichts der wachsenden Bevölkerung, bemüht, die Lücken zu schließen.
3. April 2015

Altlippische Tischsitten

Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Nach solchem trachteten sie zu Großmutters Zeit beinahe noch mehr als heute und waren doch ebensowenig „Heiden“ wie wir. Es geschah ja nicht aus einer Lust des Lebens, sondern aus seiner Last; besonders im Zeitalter des Untertanen- und des Dreiklassenwahlrechts.
12. Februar 2015

Vier Nachbarhäuser in Oerlinghausen

1. Das Haus des Kommerzienrats.

Mit dem vielgelesenen Roman der Gartenlaube „Im Hause des Kommerzienrats“ hat es nichts zu tun; die Mar litt hat sich nach Oerlinghausen nicht verlaufen. Zur Zeit ist das Haus von der Besatzungsmacht noch beschlagnahmt.

Kommerzienrat Carl Weber jr. hat das Haus 1884 bauen lassen; 1898 wurde es umgebaut und erweitert. Etwa zehn Jahre später schuf Prof. Niemeyer, München, die Inneneinrichtung gänzlich neu. Es gab keine kalte Pracht im Innern, sondern jedes Wohngemach atmete Behaglichkeit und Schönheit. Man [...]

12. September 2014

Die Entstehung des Landes Lippe

Aus dem hohen Mittelalter, der Zeit der sächsischen, salischen und Staufischen Kaiser, liegen vor dem 13. Jahrhundert nur verhältnismäßig wenige unmittelbare Nachrichten für das später Lippe genannte Gebiet vor. Seine schon erwähnten Gaue und Kirchspiele im Paderbomer und Mindener Diözesanbereich gehörten zum sächsischen Stammesherzogtum der Liudolfinger, die mit Heinrich I. 919 auch den deutschen Königsthron bestiegen.
8. September 2014

Das Bauernhaus in der lippischen Kulturlandschaft

Diese Arbeit ist keine wissenschaftliche Abhandlung, und sie möchte sich 
auch nicht den Anschein geben, eine zu sein. Sie ist zunächst und vor allem 
dem Heimatfreunde gewidmet, und darum möchte ich die Veröffentlichung 
meiner Dorfinventarisation, die ich im Jahre 1970 im Aufträge des Deutschen 
Heimatbundes im Kalletal, im Siedlungstrio Brosen, Rafeld und Selsen
 durchgeführt habe, im Plauderton nahebringen. Dazu gehört u. a., daß ich 
dem Heimatfreunde auseinandersetze, was ein Zwei-, Drei- und ein Vier
ständerhaus, ein niederdeutsches Hallenhaus und ein Flettdeelenhaus [...]

17. Juli 2014

Detmolds alte Wassermühlen

Der schöne Kupferstich von „Detmolden“, den Matthaeus Merian im Jahre 1647 in seiner „Topographie Westphaliae. Das ist Beschreibung der Vornehmbsten und bekantisten Städte und Plätz im Hochlöbl. Westphälischen Creiße“ veröffentlichte, zeigt eine Gesamtansicht der Residenz von Westen. Deutlich hebt sich zwischen dem Lemgoer Tor (links) und dem Hornschen Tor (rechts) der Schloßbezirk von der mauerumringten Stadt ab, während außerhalb dieses Bereiches im Gelände des Bruches mit seinem Baum- und Hedtenbewuchs drei Bauten (im Vordergründe links) zu sehen sind: die „obere [...]

17. September 2013

Blomberg im Mittelalter

Lebensbild einer lippischen Stadt anno 1283

Den historischen Hintergrund  kann man kurz durch den Hinweis skizzieren, daß in Deutschland im Jahre 1273 die „kaiserlose schreckliche Zeit“ durch die Wahl Rudolfs von Habsburg zum König beendet wurde. Er hat bis zu seinem Tode 1291 die deutsche Kaiserkrone nur deshalb nicht bekommen, weil er es mit dem Papst nicht konnte. Dieses Amt hatte von 1280 — 1285 Martin IV. inne, ein früherer Kanzler des französischen Königs, von dem man sagt, er hätte am [...]

12. September 2013

Oerlinghausen — einst und jetzt

Auf Grund eines lippischen Landesgesetzes vom 27. April 1926 wurden der damaligen Dorfgemeinde Oerlinghausen die Stadtrechte verliehen. Die Urkunde des Landespräsidiums zeigt durch ihre schlichte äußere Gestaltung, daß damals nach Krieg und Inflation noch wirtschaftliche Not herrschte. Unterschrieben wurde die Urkunde von Heinrich Drake, Max Staercke und Friedrich Geise.

Als die Nachricht von der Verleihung der Stadtrechte eintraf, da verkündeten „Böllerschüsse“ vom Tönsberg das freudige Ereignis. Zum 1. Bürgermeister wurde August Reuter gewählt. Er war seit 1919 der Ortsvorsteher der Dorfgemeinde [...]

21. August 2013

Das Freilichtmuseum Detmold ein Jahr vor der Eröffnung

Bereits im Jahre 1962 faßte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe den Beschluß, auf einem 80 ha großen Gelände am Königsberg zwischen Detmold und Heiligenkirchen ein zentrales Freilichtmuseum bäuerlicher Kulturdenkmale zu errichten. Das landschaftlich großartige, morphologisch vielgestaltige Gelände wurde auf Grund eines Erbbauvertrages vom Landesverband Lippe ....
7. August 2013

Aus der Baugeschichte des Schlosses Varenholz

Das Gemäuer der alten Stammburg der Herren von Vornholte ist längst abgetragen, doch in Lehens- und Kaufverträgen, Pfandverschreibungen und anderen Urkunden ist von der unteren und oberen Burg, von alten und neuen Häusern, Türmen, Toren und Ställen in Varenholz die Rede.
25. Juli 2013

Das ehemalige Rittergut Braunenbruch in Detmold

Im Jahre 1348 gab der Edelherr Otto zur Lippe (diesseits des Waldes, 1344-1360) dem Detmolder Burgmannen „Alrad der Schwarze" (1306-1350) die Zustimmung zur Errichtung eines Hauses und einer „Vestene" auf einem Walle, genannt der „freie Winkel" bei Odermissen.
13. April 2013

Das Hermannsdenkmal 1875

Die Einweihung des Hermannsdenkmals ist heute Mittag glänzend erfolgt. Den Kaiser begrüßten an 30 000 Men­schen, unter ihnen Deputationen von vielen deutschen Städten und auch aus Nordamerika. Die Ankunft des Fest­zuges auf der Grotenburg erfolgte um elf Uhr...
22. März 2013

Karl Junker und das Junkerhaus

Einen der seltsamsten Bewohner Lemgos, den Maler Karl Junker, lernten wir schon kennen, als wir noch Kinder waren. Er saß damals oft im Schloßhof neben der Böttcherstube mit seiner Zeichenmappe auf den Knien und malte den Schloßturm. Ein großer schwarzer Schlapphut bedeckte sein finsteres Gesicht mit den sonderbar scheuen Augen, und um den ganzen Mann war eine Welt von Einsamkeit, die sogar wir respektierten. Es ging die Sage, daß er als junger Mann Mitarbeiter des Bayernkönigs an dessen Schlössern gewesen war, [...]

20. März 2013

Friedrichstal

Immer noch reden und träumen die Detmolder gern von jenem sagenumwobenen Schloß auf der Inselwiese und der kunstvollen Großanlage am Westabhang des Büchenberges bis hinüber zum Schanzenberg, die unter dem Namen „Friedrichstal in die Geschichte eingegangen ist.
20. März 2013

Die Bauern im Kampf gegen das Rittergut Hornoldendorf

1601 und die folgenden Jahre vereinigte Graf Simon VI. die Höfe Meier, Hermeler und Vogel zur Domäne Hornoldendorf. 1614 überließ er sie als adeliges, landtagsfähiges Gut an Hans Adam von Hammerstein. Durch die Bildung des Rittergutes verschoben sich die sozialen Verhältnisse in Hornoldendorf.
20. März 2013

Das Fürstliche Hoftheater brennt

Im Winter 1912 gab es auf dem Burggraben in Detmold ein Eiskonzert nach dem anderen, ähnlich wie in dem harten Winter 1928/29. So auch am 5. Februar, und wir hatten kühne Bogen gezogen und manch Tänzlein und allerlei Sprünge gewagt.
20. März 2013

Die Geschichte der Blomberger Burg

Der 15. Februar 1962 wird ein bemerkenswertes Datum in der Geschichte der Stadt Blomberg bleiben. An diesem Tage ist die ehrwürdige Blomberger Burg, die bis dahin Bückeburger Eigentum war, in den Besitz der Stadt übergegangen. Es ist freudig zu begrüßen, dass die darüber seit einiger Zeit geführten Verhandlungen zu einem Erfolge geführt haben und dass diese Ur- und Keimzelle der heutigen Stadt nach zweihundertjähriger „Fremdherrschaft" ihre „Wiedervereinigung" erlebt.
20. März 2013

Die ehemalige Klosterkriche zu Blomberg

Im Seligen Winkel zu Blomberg steht seit nunmehr fast 500 Jahren die ehemalige Klosterkirche zum Heiligen Leichnam, heute Pfarrkirche der Reformierten Gemeinde, die im Jahre 1477 vom Paderborner Weihbischof Johannes Ymmink, Episcopus Thefelicensis, geweiht wurde. Das Blomberger Kloster war eine Gründung der Augustinerchorherren aus Möllenbeck, die im Jahre 1468 vom Edelherrn Bernhard VII herbeigerufen worden waren, um eine Gedächtnisstätte zu Ehren des Heiligen Leichnams Christi zu errichten und die aus allen Teilen der Welt zahlreich herbeiströmenden Pilger geistlich zu betreuen, [...]