9. Januar 2018

Die Anfänge Augustdorfs

nach der Küstermannschen Chronik dargestellt Augustdorf hat am 6. September 1925 seinen 150. Geburtstag gefeiert. — Wo jetzt unser Dorf steht, wo fruchtbare Aecker und Gärten sich ausdehnen, da stand […]
16. November 2017

Keltische und germanische Stätten im Lipperlande

An dem Urzustande Deutschlands als rauhes, unwirtliches Land, bestehend aus wilden Wald- und Heidegegenden, sumpfigen Fluß- und Moorniederungcn, hat sich gar manches geändert. Die Grundzüge der Siedlungen sind vielfach verschwunden, […]
14. November 2017

Ein Tie in einem Lippischen Dorfe

In Schriften über unsere Heimat ist gelegentlich zu lesen, es sei befremdlich, daß man in Lippe nirgends mehr etwas von einem Tieplatze wußte. Deshalb ist folgende Mitteilung vielleicht angebracht. Vor etwa 20 Jahren machte ich eine Dampferfahrt auf der Weser von Höxter abwärts. Die Fahrt sollte bis Hameln gehen. Schon nahte das Ende der schönen Fahrt. Hinter uns lagen Corvey), Holzminden, Polle, die Steinmühle, Bodenwerder, Hehlen, wir waren vorbei gefahren an den schönen Bergen, die diesem Teil des Weserlaufs seinen Reiz verleihen
11. November 2017

REELKIRCHEN — Gegenwärtige Vergangenheit

Es gehört sicherlich nicht zum Alltäglichen, daß sich „Neugierige“ in Reelkirchen sehen lassen! Was sollte wohl auch zu einem Besuch dieser heute noch (!) stillen Siedlung an den nördlichen Ausläufern des „Beller Holzes“ anregen? — Die alte Kirche, so wird den Kurgästen im nahen Bad Meinberg von den rührigen Wanderführer Hubertus Brennig immer wieder versichert, sei sehenswert; aber, deren gibt es ja, wie wir wissen, viele landauf, landab; vielleicht sogar schönere und auch solche „von höherem geschichtlichen Rang“. Und, was das D o r f b i l d angeht, so sind sich auch die Einheimischen im klaren darüber, daß Reelkirchen nicht zu den „Schönen unter den Töchtern des Landes“ gehört.
23. August 2016

Vom Kohlpott bis Lopshorn

Maimorgen mit Buchfinkengeschmetter und Lerchengetriller. Eine erquickende Brise hat sich erhoben, schaukelt sanft die frischgrünen Buchenwipfel und macht, daß das zahllose Heer der Roggenhälmchen eine aufgeregte Unterhaltung beginnt. Jetzt aber, […]
25. Juli 2016

Aus Veldroms vergangenen Tagen

Das unmittelbar an der ehemaligen Landesgrenze gelegene zweigeteilte Dorf Veldrom gehörte immer mit 377 ha und etwa 300 Einwohnern zu den kleinsten Gemeinden Lippes. Die Entwicklung stagniert seit sehr langer Zeit. Sein Name wurde 1160 als Druc, 1259 als Trucheim, 1530 als Veldtodrome, 1630 als Veldrohm erwähnt.
9. September 2015

Eine urgeschichtliche Wallburg in Nordlippe

Der Buntenberg oberhalb Göstrup besitzt auf seinem Gipfel entlang den Kanten eine Anzahl Steinwälle. In bester Erhaltung liegen sie an der östlichen Seite. Während sonst die Wälle ziemlich platt und abgetragen sind, bollwerken hier noch breite Steinlager, die sich stellenweise zu Hügelungen zusammenhäufen.
2. September 2015

Der Wunderdoktor von Distelbruch

Es war im Jahre 1796. Der Schrecken der französischen Staatsumwälzung war in der Tagesunterhaltung gerade abgetan. Das philosophische Zeitalter Kants und anderes mehr über Fortschritte und Erkenntnisse einer eben begonnenen aufklärenden Epoche wurde heftig besprochen, da setzte im Lande der Rose nach unserem ach, so stillen, friedlichen Diestelbruch am Leistruper ...
22. August 2015

Flachsverarbeitung in alter Zeit

Aus Großväter und Urgroßväter Zeiten schreibt ein alter Lipper aus dem Amte Brake, dessen Handschrift erkennen läßt, daß sie noch aus jener Zeit stammt, da man auf „Schönschreiben“ noch großen Wert legte, eine sehr anschauliche Schilderung des Flachsbaues in Lippe, der noch vor hundert Jahren in großer Blüte stand.
14. August 2015

Der Überfall im Pfarrhause zu Reelkirchen in der Neujahrsnacht 1799/1800

Der letzte Abend des Jahres 1799 ging zur Neige. Gegen 9 Uhr ging der Pastor Heinrich Schönfeld, damals ein Mann von 37 Jahren, von seiner Arbeitsstube, die im oberen Stock des Hauses lag noch einmal hinunter in die Wohnstube, wo seine Mutter, eine 16jährige Verwandte, die Dienstmagd, der Knecht Heinrich und ein 15jähriger Junge beisammen waren und sich gerade anschickten, zu Bett zu gehen.
12. August 2015

Alt-Oerlinglausen von der Sachsenhalle bis zum Bau der Kirche

Heute wissen wir dank der Grabungsergebnisse, daß das altsächsische Urlinchuson nicht oben am Berge, sondern im Talgrund, westlich der alten Kirche, an den Landerquellen lag. Die Scherbenfunde gehören dem 5. bis 10. Jahrhundert an, die Sachsensiedlung hat somit dort 500 Jahre bis zur Vollendung der Kirche bestanden.
9. August 2015

Das Geheimnis der schwarzen Frau vor dem Schlinge

Noch heute weiß der Volksmund im Ortsteil Schling der Gemeinde Heiligenkirchen von dem Erscheinen einer „weißen Frau“ in früheren Zeiten zu berichten. Was ist an dieser Erzählung wahr, und wie verhielt es sich mit dieser geheimnisvollen Frau? Wir erfahren näheres darüber im sogenannten „Lippischen Magazin für vaterländische Cultur und Gemeinwohl“ vom Jahre 1837
7. August 2015

Die unterirdische Glocke

Es waren ein paar ganz gerissene Jungs, der Hinnerk und der Ludewig. Nicht, daß sie ihrem alten Kantor gerade viel Freude machten. Der war im Gegenteil nicht wenig erbost, daß er immer wieder Strafrichter seiin mußte über die Streiche, mit denen die beiden rotbackigen, kräftigen Bauernjungs das Dorf beunruhigten.
24. Juli 2015

Baumwollspinnerei im Flecken Lage 1797 – 1807

Das Leinengewerbe und die Flachsspinnerei standen in den Dörfern der Vogtei Lage und Lm Marktflecken Lage um 1800 in hoher Blüte. Im Werretal gedieh das Leinkraut, der Flachs, in besonderer Güte und Feinheit. Daher waren auch die Leinen-Erzeugnisse von besonderer Qualität. Mit der Zahl der Webstühle (808), der Webemeister (612), und der Webegehilfen (473), standen die Vogtei und der Flecken Lage in Lippe 1798 an erster Stelle.
23. Juli 2015

Streit um den Strom

Wann er angefangen und von wem, das wußten die Beteiligten schon vor dreimal hundert Jahren nicht mehr. Der „Strietwerder“, die Marsch am Strom, um die es ging, hatte seit Urzeiten so geheißen. Der Streit war wohl so alt wie der Strom selbst, wie die beiden Dörfer, zwischen denen er dahinfloß, harmlos, beglänzt und leise sommertags, aber wild, drohend, unberechenbar nach der großen Frühlingsschmelze im Oberlauf.
17. Juli 2015

Der Ursprung der Stadt Detmold

Über den Ursprung der Stadt Detmold fehlen alle Nachrichten. Doch lassen sich auch aus der Lage der Stadt und seiner Umgebung manche Rückschlüsse ziehen. Die Stadt Detmold liegt auf einer Schotterablagerung, welche durch die ins Werretal gespülten Kiesmassen gebildet wurde. Die höchsten Punkte dieses Inselrückens nehmen der Garten der Generalsuperintendentur und die Kirche auf dem früheren Kirchhof ein.
12. Juni 2015

Die Armen in der Senne

Von den Höhen des Teutoburger Waldes sieht man in eine weite Ebene, die Senne genannt, deren ödester Theil sich zwischen Paderborn, Bielefeld und dem Fürstenthum Lippe hinzieht. Sie gewährt einen eigenthümlichen Anblick, der […]
18. April 2015

Ein Feiertag im Tagesablauf der Vorfahren

Sophie Topp, geb. Tegt, aus Istrup, sagte mir, schon 79jährig, einmal: „Wenn doch kein Sunndag wör, nai, denn möchte eck gornich up de Welt soin.“ Und nach einer Besinnung setzte sie hinzu: „Iuse Herrgott schall wall wußt häbben, worümme heu den Sunndag maket het. Heu hät’n sicher sümst neidig hat na oll de Klabasteroige met de Schöpfunge.“
15. April 2015

Soll das vergessen werden ?

Wie war es früher? Was haben sich unsere Vorfahren dabei gedacht, wenn sie allem, was in ihrem Lebensablauf eine Rolle spielte, und wenn sie ihrem Glauben an übersinnliche Dinge in Sprichwörtern, Redensarten und Bräuchen Ausdruck verliehen? Waren sie so primitiv und rückständig, wie um dies heute oft erscheinen mag? Haben wir ein Recht, über ihre Anschauungen mitleidig oder erhaben zu lächeln?
9. April 2015

Lieme, eine der Urgemeinden des Lippischen Landes

Den Fahrgast der Eisenbahn Hameln bis Bielefeld, der in der Nähe der Station Hörstmar seine Blicke nach Nordwesten schweifen läßt, grüßt in etwa zwei Kilometer Entfernung der schmucke Turm der neuen Kirche in Lieme. Von den Häusern des Dorfes ist kaum etwas zu sehen; sie ducken sich in die Niederung des Begatales, das sich schon hier zu der Schötmarschen Ebene hin ausbreitet, in der sich Bega und Werre vereinigen.

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