23. August 2016

Vom Kohlpott bis Lopshorn

Maimorgen mit Buchfinkengeschmetter und Lerchengetriller. Eine erquickende Brise hat sich erhoben, schaukelt sanft die frischgrünen Buchenwipfel und macht, daß das zahllose Heer der Roggenhälmchen eine aufgeregte Unterhaltung beginnt.

Jetzt aber, da ich, von Norden kommend, ins Werretal zum Dorf und Bahnhof Nienhagen hinabschreite, verlassen mich Buchenwipfel und Roggenhalme. Unvermittel bin ich vom Lehm- auf den Sandboden geraten. Eine neue Vegetation umgibt mich: Fichten und Kiefern und zwischen dem dunklen Grün leuchtete bisweilen ein Birkenstämmchen auf.

Da ist der „Kohlpott“, wo nach den bemerkenswerten [...]

14. Dezember 2015

Der Ottenkrug

Die meisten denkwürdigen Bauten unserer Heimat haben einen großen Teil ihrer Romantik eingebüßt. Eine nüchtern denkende Gegenwart sucht ihnen in oft recht prosaischer Weise irgendeinen Nutzungswert abzugewinnen, wobei die Umwandlung einer alten Burg zur Jugendherberge, einer Mühle zur Kaffeewirtschaft noch die glimpflichste Form moderner Sachlichkeit darstellt.
6. März 2014

Die alten Krüge der Senne

Die alten Krüge waren in der Zeit, als noch die zweirädrigen Fuhrkarren die einzigen Fahrzeuge des Überlandverkehrs waren, mehr als Dorfwirtshäuser, sie lebten hauptsächlich von der Beherbergung und Beköstigung, die sie den fremden Reisenden und Fuhrkärrnern boten, und von dem Vorspann, den sie den Fuhrwerken an steilen Wegstrecken leisteten.
22. Oktober 2013

Die Belagerung des Ellernkruges

Seit Jahrhunderten hatten die Grund­eigentümer und Gemeinden hingenommen, daß der Landesherr auf ihrem Grund und Boden die Jagd selbst ausübte oder gegen Entgelt anderen gestattete. Das änderte sich, als 1848 die Frankfurter National­ versammlung die ...
3. August 2013

Der Krug zu Donop

Die heute von lebhaftem Verkehr berührte und sich durch neue Siedlungen mächtig ausweitende Ortschaft Kirchdonop bestand vor drei oder vier Jahrhunderten nur aus wenigen sich um die ehrwürdige Kirche gruppierenden Hausstätten. Es waren die Häuser für den Pfarrer, Küster, Krüger und die Gebäude kleiner Landwirte und Handwerker.
10. Juli 2013

Die alten Dorfkrüge im Lipperlande

Weit und breit liegen im lippischen Lande die Krüge zerstreut. Bald sind es alte, ehrwürdige Dorfkrüge, bald einsame Gaststätten an alten Heerstraßen und ihren Kreuzungspunkten, bald alte Gasthöfe, in denen zur Zeit des vor hundert Jahren regen Frachtwagenverkehrs die Reisenden übernachteten oder von denen zur Überwindung von Höhenzügen und steilen Straßenstrecken „Vorspann“ geleistet wurde. Ursprünglich wurde von unseren Altvorderen wohl jede Gaststätte als „Krug“ bezeichnet, und es ist auch anzunehmen, daß an vielen von ihnen über der Tür als Aushängeschild ein [...]