5. Mai 2017

Wie sahen unsere alten Schlösser aus?

Wohl wissen wir, daß sie einstmals da waren, auch daß sie die Geschicke der engeren aber weiteren Heimat weitgehend beeinflußt haben.Sie sind aber zum Teil ganz verschwunden, zum Teil nur in Resten oder Einzelbauten erhalten geblieben, haben ihre Wehrhaftigkeit verloren und lassen die ursprüngliche Größe nach Bedeutung kaum noch ahnen. Mancher hätte aber eine Vorstellung davon, wie sie aussahen und wie ihr Schicksal bis auf den heutigen Tag gewesen ist.

Burg Lipperode

Gewiß sind viele Besucher, die erwartungsvoll zu der alten Lippeburg [...]

11. Dezember 2015

Vom Familiengold

Unter meinen Ausweispapieren hatte ich lange Jahrzehnte eine Bescheinigung meiner Schule verwahrt. Darauf stand zu lesen, daß der „Vorzeiger dieses“ berechtigt sei, Goldstücke zu sammeln. Das ist wahr und wahrhaftig geschehen, und zwar kurz nach Beginn des ersten Weltkrieges.

Dieses gemünzte Gold ist nun freilich nicht gemeint, auch kein Goldschatz, welcher Art auch immer. Wenn Frau Roser-Kirchhof im folgenden vom Familiengold spricht, so meint sie damit das, was uns heute weithin verloren gegangen ist: den Schatz heiterer oder ernster Erlebnisse aus Verwandtschaft und Bekanntschaft. [...]

29. November 2015

Als Vornholte (Varenholz) Lippisch wurde

»Tho -enne!«

Mit kräftigem Fluche schleuderte der Ritter Statius von Vornholte den steinernen Bierkrug gegen die Wand, daß die Scherben durch die Halle flogen und der Schaum an die Eichentäfelung der Decke spritzte. Noch einen verächtlichen Blick ließ der Ritter über die Männer gleiten, die aus den Bänken und unter dem Tische den schweren Rausch ausschliefen. Dann warf er sich stöhnend in den Sessel zurück, der dabei in allen Fugen knackte, und starrte noch eine Weile vor sich hin, bis auch [...]

12. September 2014

Die Entstehung des Landes Lippe

Aus dem hohen Mittelalter, der Zeit der sächsischen, salischen und Staufischen Kaiser, liegen vor dem 13. Jahrhundert nur verhältnismäßig wenige unmittelbare Nachrichten für das später Lippe genannte Gebiet vor. Seine schon erwähnten Gaue und Kirchspiele im Paderbomer und Mindener Diözesanbereich gehörten zum sächsischen Stammesherzogtum der Liudolfinger, die mit Heinrich I. 919 auch den deutschen Königsthron bestiegen.
26. März 2014

Die Ritter von Münchhausen auf lippischen Burgen

Wer den Namen Münchhausen hört, der denkt wohl nur an den sogenannten „Lügenbaron“, den weitbekannten Freiherrn Karl Friedrich Hieronymus von Münchhausen, an seine „Münchhausiaden“ und an seinen exotisch-seltenen Berggarten bei Bodenwerder an der Weser.
16. Februar 2014

Die Ritter de Wend zu Varenholz

Am 15. Juni 1323 hatte der Edelherr Simon I. zur Lippe die Burg Varenholz und das Gogericht über das Kirchspiel Langenholzhausen von den Rittern von Vornholte erworben. Er hatte damit einen kühnen Sprung an die auch damals schon als Handelsstraße bedeutende Weser getan und die Grundlage für die spätere Erwerbung des gesamten lippischen Nordens gelegt.
9. August 2013

Als Schloß Brake noch Landesresidenz war

Über eine Sonderausstellung im Weserrenaissance-Museum

Vom 27. Mai bis zum 4. November 1990 wurde im Weserrenaissance-Museum Schloß Brake die Sonderausstellung „Residenz der Renaissance — Schloß Brake“ gezeigt. Nach der Eröffnungsausstellung, in der programmatisch die künftigen Arbeitsgebiete des Museums umrissen wurden, geht es nun darum, besonders interessante Aspekte zu vertiefen. Anhand der bewegten Bau- und Kulturgeschichte des Wasserschlosses Brake bei Lemgo werden in dieser Ausstellung exemplarisch Aufgaben und Funktion eines Residenzschlosses, mit dem Schwerpunkt der Zeit um 1600, erläutert.

Nicht nur die Museumsbesucher [...]

7. August 2013

Aus der Baugeschichte des Schlosses Varenholz

Das Gemäuer der alten Stammburg der Herren von Vornholte ist längst abgetragen, doch in Lehens- und Kaufverträgen, Pfandverschreibungen und anderen Urkunden ist von der unteren und oberen Burg, von alten und neuen Häusern, Türmen, Toren und Ställen in Varenholz die Rede.
22. März 2013

Die alte Ölmühle zu Brake

Nirgendwo habe ich den Rhythmus der ewig wesenden Natur, geheimnisvoll und eindringlich zugleich, so stark empfunden wie an der alten Ölmühle zu Brake. In der Erstarrung des Winters, im drohenden machtvollen Rauschen der Wasser in den Tagen der Schneeschmelze, im frühen Frühling, wenn die Weiden sich bräunen, im Mai, wenn die Blattknospen aufbrechen, in der feierlichen Ruhe eines Sommertages, wie im jauchzenden Aufschrei des Herbstes lädt dieses Bild den Besinnlichen zum Verweilen ein.

Sicher gehören Mühlen dieser Art der Vergangenheit an. [...]

22. März 2013

Das Renaissanceschloss in Wendlinghausen

Die Vorgänge, die einst zur Schaffung des Gutes Wendlinghausen führten, würden wir heute schlicht unsozial nennen, waren aber damals nichts Ungewöhnliches. In einem Bericht aus dem Landtage von Cappel wird am 26. März 1544 vermerkt:
20. März 2013

Die Geschichte der Blomberger Burg

Der 15. Februar 1962 wird ein bemerkenswertes Datum in der Geschichte der Stadt Blomberg bleiben. An diesem Tage ist die ehrwürdige Blomberger Burg, die bis dahin Bückeburger Eigentum war, in den Besitz der Stadt übergegangen. Es ist freudig zu begrüßen, dass die darüber seit einiger Zeit geführten Verhandlungen zu einem Erfolge geführt haben und dass diese Ur- und Keimzelle der heutigen Stadt nach zweihundertjähriger „Fremdherrschaft" ihre „Wiedervereinigung" erlebt.
20. März 2013

Alverdissen, einst Hagenfestung und Herrensitz

Die älteste noch erhaltene Urkunde, in welcher der Ort Alverdissen erwähnt wird, ist fast 600 Jahre alt. Am 26. April 1366 erhielt Graf Heinrich V. zu Sternberg vom Nonnenkloster Ullenhausen im Tauschwege acht Stück Land bei „der Alverdisser Gemeinheit”, und in einer Urkunde vom 1. August 1370 geloben die „rade und Meynheyde” der Städte Bösingfeld, Barntrup und Alverdissen eidlich, dass sie dem Grafen von Schauenburg, dem die Sternberger ihr Land unterstellt....
20. März 2013

Der Bau des Barntruper Schlosses 1584-1604

Vom 18. bis 24. Mai 1976 veranstaltete die Stadt Barntrup eine eindrucksvolle Festwoche zur Erinnerung an die Verleihung des Stadtprivilegs vom 21. Mai 1376 durch den Grafen Heinrich V. von Sternberg.
19. März 2013

Was aus dem alten Barntruper Hagen wurde

Am Sonnabend nach Reminiscere 1496 (5. März) hatte Bernhard, der Edelherr zur Lippe, seinen Untersassen, Mann und Getreuen Gerlach von Kerßenbrock mit einem rechten Erbmannlehen belehnt und zwar mit einem Hofe zu Hensentorp und einem freien lippischen Hof, innerhalb von Barrentorpe bei der Nedern Porten gelegen, nebst allen Zubehörungen.